Gesamtüberblick über Vorkommen und Verteilung der Insekten im Nationalpark

Volkszählung für Ameisen

Volkszählung: Andreas Marten und Helmut Höner vermessen ein Ameisennest im Nationalparkrevier Oderhaus. Foto: Dachsel/nh

Wernigerode. Volkszählung im Harz: Registriert werden allerdings nicht die Menschen, die dort leben, sondern die Ameisen, genauer: Vorkommen, Verteilung und Umfang ihrer Hügelbauten im Nationalpark Harz.

Zähler ist der Zoologe Andreas Marten, der dabei von Nationalparkmitarbeitern, Praktikanten und vom Gieboldehäuser Ameisenschützer Helmut Höner unterstützt wird. Höner hatte Mitte der 1970-er Jahre im heutigen Nationalparkrevier Oderhaus einige Nester der Kahlrückigen Waldameise angesiedelt. Fast 100 Ameisenhügel in diesem Gebiet belegen, wie gut die Ansiedlung geklappt hat.

Allerdings ist die weitere Entwicklung der Waldameisen im Nationalpark ungewiss, denn deren Vorkommen beschränkt sich bisher weitgehend auf Fichtenforste der mittleren Höhenlagen. Hier würde von Natur aus vorwiegend Buchenwald wachsen, dessen Entwicklung durch gezielte Maßnahmen des Waldumbaus gefördert wird. Aufkommender Laubwald würde die Ameisen, die auf lichte Waldpartien mit genügend Besonnung angewiesen sind, zunehmend zurückdrängen, zumal sie dort weniger Material für den Nestbau finden

Angestrebt werden deshalb Wälder, in denen die unterschiedlichen Phasen des Waldwachstums nebeneinander und miteinander verzahnt zu finden sind. Damit die hügelbauenden Waldameisen auch weiterhin ihren Platz im Nationalpark haben. (p)

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