Delikate Affäre

Vorermittlungen gegen Macron-Vertrauten eingeleitet

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Die Affäre Ferrand ist die erste der noch jungen Regierung des konservativen Premiers Edouard Philippe. Foto: Michel Euler

Die Affäre Richard Ferrand ist die erste der noch jungen Regierung des konservativen Premiers Edouard Philippe.

Brest (dpa) - In der Immobilienaffäre um den französischen Wohnungs- und Städtebauminister Richard Ferrand hat die Staatsanwaltschaft der Hafenstadt Brest Vorermittlungen eingeleitet. Es solle geprüft werden, ob es möglicherweise einen strafrechtlichen Verstoß gebe, teilte Staatsanwalt Eric Mathais mit.

Ferrand steht nach Medienenthüllungen seit eineinhalb Wochen unter Druck. Der Vertraute von Präsident Emmanuel Macron soll als damaliger Chef der Mutuelles de Bretagne (Krankenversicherungsvereine der Bretagne) seine Lebensgefährtin bei einer Immobilienvermietung bevorzugt haben. Er hatte Vorwürfe eines Interessenkonflikts mehrfach zurückgewiesen. Ferrand war als Generalsekretär am Aufbau von Macrons Partei "La République en Marche!" entscheidend beteiligt.

Die Turbulenzen sind für die Regierung jedoch äußerst delikat. Justizminister François Bayrou will am Nachmittag ein Entwurf für ein Gesetz zur Vermeidung von Interessenkonflikten im öffentlichen Leben vorlegen.

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