Tjark Bartels, SPD-Landrat aus Hameln, zu neuen Vorgaben für Höchstspannungsleitung Südlink

Suedlink - Vorrang für Erdkabel: "Voll auf unserer Linie"

Tjark Bartels, SPD-Landrat aus Hameln, zur Erdkabel-Vorgabe für Südlink

Am Donnerstag stand das Thema Energiewende auf dem Fahrplan zur Koalitionsrunde im Kanzleramt. Wir sprachen mit Tjark Bartels, SPD-Landrat aus Hameln, über die neuen Vorgaben für die Höchstspannungsleitung Südlink.

Herr Bartels, 21 Landkreise entlang möglicher Südlink-Trassen fordern unter anderem Vorrang für Erdkabel. Sind Sie mit dem Eckpunktepapier der Koalitionsspitzen inBerlin zufrieden?

Tjark Bartels: Ja - die Koalitionsbeschlüsse liegen voll auf unserer Linie. Wir sehen Freileitungen kritisch - vor allem mit Blick auf den Gesundheitsschutz der Anwohner, die Zerschneidung von Siedlungsräumen und weil die 70-Meter- Masten quer durchs Land das Landschaftsbild sowie den Tourismus belasten.

„Vorrang für Erdkabel“ haben die Parteichefs der Koalition beschlossen. Wie viele der 800 Südlink-Kilometer kommen in den Boden - wagen Sie eine Prognose?

Bartels: Nein, das kann man seriös jetzt nicht in Kilometern messen. Hängt ja auch vom genauen Trassenverlauf ab, den noch niemand kennt. Vorrang für Erdkabel heißt aber schon, dass der Freileitungs-Anteil weit geringer als der Erdkabelanteil sein wird und dass Abschnitte, in denen die Höchstspannungsleitungen auf Masten hängen, planerisch gut begründet sind - durch Wälder oder Moor etwa.

Muss Netzbetreiber Tennet seine Südlink-Vorschläge nun ganz neu planen? 

Bartels: Das muss Tennet seit Zurückweisung der ersten Vorschläge durch die Bundesnetzagentur Anfang 2015 ja sowieso, jetzt eben mit Vorrang für Erdkabel. Die können bei der Trassenwahl einiges ändern. Wir verfolgen das sehr genau.

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