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Grüne Julia Hamburg wehrt sich gegen Kritik an VW-Posten: „Ich mache weiter“

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Von: Katja Thorwarth

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Die Grüne Julia Hamburg, Stellvertretende Ministerpräsidentin von Niedersachsen, wehrt sich gegen Kritik an ihrem VW-Aufsichtsratsposten.
Die Grüne Julia Hamburg, Stellvertretende Ministerpräsidentin von Niedersachsen, wehrt sich gegen Kritik an ihrem VW-Aufsichtsratsposten. (Symbolbild) © Moritz Frankenberg/dpa

Die Grünen-Politikerin Hamburg wird wegen ihres VW-Aufsichtsratspostens angegangen. Jetzt wehrt sie sich erstmals gegen Kritik.

Osnabrück - Der Bild-Zeitung war es die Schlagzeile auf der Seite eins wert: „Diese Auto-Gegnerin kontrolliert jetzt VW“, titelte das Blatt mit Verweis darauf, dass die Grünen-Politikerin Julia Willie Hamburg „lieber Fahrrad“ fährt. Tatsächlich hatte die Ernennung der Kultusministerin Niedersachsens für Verwunderung gesorgt, war ein Sitz im VW-Aufsichtsrat doch bislang an das Wirtschaftsministerium gekoppelt.

Selbst mit Klage wurde der Grünen-Politikerin gedroht. Die Aktionärsschützer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wollen eine Klage gegen ihre Ernennung prüfen. DSW-Präsident Ulrich Hocker sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Wir prüfen derzeit, ob wir vor Gericht ziehen. Ich sehe sehr gute Erfolgsaussichten für eine Klage.“

Grüne Julia Willie Hamburg im VW-Aufsichtsrat - Aktionäre laufen Sturm

Jetzt hat sich Julia Willie Hamburg erstmals selbst zu ihrem Posten geäußert und ihren Kritikern eine klare Absage erteilt: „Ich mache weiter“. Dem Gegenwind sieht sie zugleich gelassen entgegen. Es sei „das Wesen von Politik, dass einem der Wind auch mal entgegenbläst“, sagte sie in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung.

VW-Aufsichtsrad: Grüne Julia Willie Hamburg als Radfahrerin in der Kritik

Und weiter: „Wichtig bei der ganzen Debatte ist mir: Politikerinnen und Politiker sind ja nicht ohne Grund in dieser Verantwortung gelandet. Bei den Vorwürfen schwingt ja immer mit, dass man nichts könne. Das ist mitnichten der Fall“, betonte Hamburg, mit Verweis auf die Kritik an der Tatsache, dass sie keinen Uni-Abschluss besitzt und kein eigenes Auto hat.

Gleichzeitig räumte die sie ein, dass sie als Ministerin nun häufiger im Auto unterwegs sei. „Bei der Schlagzahl an Terminen nutze ich natürlich auch den Dienstwagen.“ Sie betonte in der NOZ, dass sie das Auto nicht verteufle und selbst einen Führerschein habe. Dennoch lasse sie sich das Fahrradfahren nicht nehmen. (ktho)

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