Auf Abgeordnetenwatch.de können Bürger gezielt Abgeordnete ansprechen

Wähler fragen Politiker

Bürger fragen, Politiker antworten: Das ist das Prinzip des Angebots von Abgeordnetenwatch.de. Foto: dpa

Hannover. Wie steht es um Alternativen zum Endlager Gorleben? Ist ein Kompromiss im Schulstreit denkbar? Solche Fragen können Bürger künftig direkt an die 152 Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages richten. Denn am Mittwoch hat die Internetplattform Abgeordnetenwatch.de ihr Angebot für den Landtag freigeschaltet.

Das Prinzip: Jeder Besucher der Seite kann dort einzelnen Abgeordneten Fragen stellen. Im Gegensatz zu einer E-Mail sind diese und die dazugehörigen Antworten dann aber für alle Besucher der Seite sichtbar.

Dass soll für Transparenz sorgen und als Gedächtnis politischer Aussagen dienen: Abgeordnetenwatch.de biete die Möglichkeit, diejenigen Politiker ausfindig zu machen und beim nächsten Mal zu wählen, die sich am glaubwürdigsten um die Belange der Menschen kümmerten, erklärt Gregor Hackmack, Mitbegründer der Plattform.

Unter www.abgeordnetenwatch.de gibt es für jeden Landtagsabgeordneten eine eigene Profilseite mit Grunddaten wie Geburtsjahr, beruflicher Qualifikation und Wahlkreis. Über ein Fragenformular können Bürger ihre Fragen direkt an die Parlamentarier richten, die nach einer Prüfung durch ein Moderationsteam an die Politiker weitergeleitet und parallel in dessen Profil veröffentlicht werden.

Dabei ist Niedersachsen insgesamt das fünfte Bundesland, in dem es diese Möglichkeit auf Landtagsebene gibt. Ganz neu ist das Verfahren allerdings auch hier nicht: Die niedersächsischen Landtagsabgeordneten kennen den Online-Dialog noch aus dem Wahlkampf im Jahr 2008.

400 000 Besucher pro Monat

Damals standen insgesamt 548 Direktkandidaten Rede und Antwort. Dabei gaben sich die Spitzenkandidaten wenig Blöße: Wolfgang Jüttner von der SPD beantwortete damals alle 45 ihm gestellten Fragen, Christian Wulff (CDU) immerhin 44 von 62. Der heutige Ministerpräsident David McAllister beantwortete seinerzeit alle sieben an ihn gerichteten Fragen.

Nach eigenen Angaben besuchen jeden Monat 400 000 Menschen die Internetseite. Man sei damit das größte politische Dialogportal Deutschlands. (gör) www.abgeordnetenwatch.de

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