Mecklenburg-Vorpommern wählt

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Rund 1,4 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die Verteilung der 71 Sitze im Landesparlament in Schwerin zu entscheiden.

Parallel dazu finden Kommunalwahlen statt. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

Alle Meinungsumfragen sagen einen klaren Sieg der SPD mit ihrem Ministerpräsidenten Erwin Sellering voraus. Der mitregierenden CDU hingegen droht eine weitere Schlappe im Superwahljahr 2011, das in zwei Wochen mit der Berlin-Wahl endet. Sellering hat sich vor der Wahl nicht festgelegt, ob er die Koalition mit der CDU fortsetzen will. Er hat sich auch die Option eines Bündnisses mit der Linken offengehalten.

Die Grünen werden den Umfragen zufolge voraussichtlich erstmals den Sprung in den Schweriner Landtag schaffen. Fraglich ist hingegen der Wiedereinzug von FDP und NPD, die in den Umfragen unter 5 Prozent lagen.

Neben dem Landtag werden zugleich die Kreistage und die Landräte im Nordosten neu gewählt. Außerdem können die Bewohner über die Namen der sechs neuen Großkreise entscheiden. Die Kommunalwahlen könnten unter Umständen die Wahlbeteiligung erhöhen, die bei der Landtagswahl 2006 mit 59,1 Prozent relativ niedrig war.

Damals landete die SPD mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU (28,8). Die Linke erzielte mit 16,8 Prozent eines ihrer schlechtesten Ergebnisse, die FDP mit 9,6 Prozent einen Rekordwert. Die rechtsextreme NPD erreichte 7,3 Prozent, die Grünen scheiterten mit 3,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die 71 Sitze im Landtag verteilen sich derzeit so: SPD 22, CDU 22, Linke 13, FDP 7 und NPD 6, ein Fraktionsloser.

dpa

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