Marianne König (Die Linke) macht sich für ländliche Strukturen stark

Wahlerfolg fest eingeplant

Das Sofa ist voll mit roten Werbetüten: Marianne König hat bereits eine Legislaturperiode im Landtag hinter sich, kandidiert für Die Linke jetzt erstmals in unserer Region und ist sicher, auch demnächst im Parlament in Hannover dabei zu sein. Foto:  Oschmann

Fredelsloh. Die Frau weiß, was sie will: Ganz viel für die Stärkung des ländlichen Raums erreichen und auf jeden Fall erneut in den Niedersächsischen Landtag einziehen.

Dass sie und ihre Partei, Die Linke, das Wahlziel am 20. Januar schaffen, steht für Marianne König aus Fredelsloh außer Zweifel.

Das Töpferdorf ist der Heimatort der 58-Jährigen. Dort wurde sie geboren und dort will sie auch ihren Lebensabend verbringen. Die ländlichen Strukturen und speziell die Landwirtschaft liegen ihr besonders am Herzen, denn hier kennt sich die Landtagsabgeordnete bestens aus - schließlich ist sie hier aufgewachsen und hat 38 Jahre in Fredelsloh gelebt.

Politische Anfänge

Ihre politischen Anfänge lagen in der Zeit, als in Moringen die Zeit des Nationalsozialismus möglichst unter den Tisch gekehrt werden sollte, erinnert sich die Politikerin, deren Onkel Rudolf König (CDU) Ortsbürgermeister in Fredelsloh und Bürgermeister von Moringen war.

Die gelernte Zahnarzthelferin und Krankenschwester hat sich damals aber für die SPD entschieden und diese nach eigenen Angaben wieder verlassen, weil ihr die damalige Asylpolitik der Sozialdemokraten missfallen hat.

Landeschefin

Ihre neue politische Heimat fand König 1998 bei der PDS in Göttingen. 2002 verlegte sie ihren Wohnort aus familiären Gründen nach Osnabrück. Dorthin wurde ihr Mann, der evangelische Geistliche Klaus-Wilhelm Depke, versetzt, der übrigens ebenfalls Mitglied der Linken ist.

„Lust statt Frust“

Marianne König stieg politisch auf, war zeitweise sogar Landesvorsitzende der PDS und nach dem Zusammenschluss bei den Linken Schatzmeisterin. 2008 zog sie in den Niedersächsischen Landtag ein, wählte die Schwerpunkte ländliche Strukturen und Landwirtschaft („Wir wollen Landlust statt Landfrust“), an denen sie auch in der kommenden Legislaturperiode festhalten will.

„Dass die Linken wieder ins Parlament einziehen, steht für mich absolut fest“, gibt sich die Fredelsloherin optimistisch. Sie bewohnt im Töpferdorf Am Kapellenbrunnen ihr eigenes Haus und ist gleichzeitig in Osnabrück daheim. In ihrem Heimatort, in dem sie 20 Jahre im Vorstand des Bildungswerks Leben und Umwelt, dem Trägerverein der Alten Schule, aktiv war, wurde sie nach eigenen Worten mit offenen Armen willkommen geheißen.

„Mit allem über fünf Prozent bin ich zufrieden“, blickt sie auf den Wahltag am 20. Januar. Das würde sieben Mandate für die Linken bedeuten. Da sie auf der Landesliste Platz fünf einnimmt, wäre sie sicher mit dabei. „Ich wünsche mir natürlich acht oder neun Mandate für meine Partei“, fügt sie hinzu.

Sechsfache Oma

Fest steht für die Mutter – zwei eigene Kinder, insgesamt fünf in der Patchwork-Familie – und sechsfache Oma, dass in Hannover ein Regierungswechsel bevorsteht. Die Linke werde sich dann als Kontrollorgan für SPD und Grüne verstehen und die neue Regierung an ihre jetzigen Worte erinnern und an Taten messen. „Spannend wird es, wenn dann auch die CDU die Oppositionsbank drückt.“

Von Hans-J. Oschmann

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