Israel setzt Angriffe fort

UN warnen: Nahost-Lage höchst bedrohlich

New York - Nach dem tödlichen Angriff der israelischen Luftwaffe, haben die Vereinten Nationen vor einer der Eskalation im Nahen Osten gewarnt und die Lage als höchst bedrohlich bezeichnet.

Die Situation dürfe nicht unterschätzt werden, sagte der UN-Untergeneralsekretär für Politische Fragen, Jeffrey Feltman, am späten Mittwochabend in einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. UN-Diplomaten berichten, dass große Einigkeit im Rat geherrscht habe und die Lage als höchst bedrohlich eingeschätzt wurde. Palästinenser und Israelis wurden zur Zurückhaltung aufgefordert.

Die israelische Luftwaffe hatte am Mittwoch gezielt den Militärchef der radikal-islamischen Hamas, Ahmed al-Dschabari, und seinen Assistenten getötet. Bei mehr als 20 Luftangriffen starben laut UN zehn Palästinenser, darunter auch zwei Kinder. Zuvor waren mehr als 15 Raketen auf Israel abgefeuert worden, es gab mehrere Verletzte.

Israel setzt massive Luftschläge in Gaza fort

Indes hat die israelische Luftwaffe ihre massiven Luftschläge im Gazastreifen auch in der Nacht zum Donnerstag fortgesetzt. Eine Armeesprecherin sagte, etwa 100 Ziele seien seit Mitternacht angriffen worden. Die palästinensische Nachrichtenagentur Safa berichtete, seit Beginn der Militäroperation am Mittwoch seien elf Palästinenser getötet und mehr als 100 verletzt worden. Unter den Toten waren den Angaben zufolge auch zwei Kinder und eine schwangere Frau. Israel warf nach Medienberichten Flugblätter über dem Gazastreifen ab, die Zivilisten dazu aufriefen, sich zu ihrem eigenen Schutz von Waffenlagern fernzuhalten.

Zum Auftakt der Operation „Säule der Verteidigung“ hatte die israelische Luftwaffe gezielt den Militärchef der radikal-islamischen Hamas, Ahmed al-Dschabari, und seinen Assistenten getötet.

Militante Palästinenser feuerten seit Mittwochabend Dutzende Raketen in Richtung Israel ab. Dort suchten Hunderttausende Menschen Zuflucht in Schutzräumen. Am Donnerstagmorgen heulten in der Hafenstadt Aschdod wieder die Sirenen.

Der militärische Hamas-Arm im Gazastreifen nannte die Tötung von Al-Dschabari eine „Kriegserklärung“ und kündigte massive Rache an. Die israelische Armee bezeichnete Al-Dschabari als „Terroristen Nummer eins“ im Gazastreifen.

Deutschlands UN-Botschafter warnt

Deutschlands UN-Botschafter Peter Wittig warnte vor einer Eskalation der Gewalt. Er sprach Teilnehmern zufolge von einem wahllosen Beschuss israelischer Zivilisten mit Raketen aus Gaza. Israel habe das Recht, sich gegen diesen Beschuss zu wehren. Zugleich habe auch Wittig alle Seiten zur Deeskalation aufgerufen. Zivilisten müssten geschützt werden. Alle Akteure müssten sich daher um Mäßigung bemühen.

dpa

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