450 Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben, Verwaltungen und Kindertagesstätten im Ausstand

Warnstreik: Busfahrer machen Druck

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Auftakt zur Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst: Wolfsburger Busfahrer blockierten am Montagmorgen die Ausfahrt der Verkehrsbetriebe mit einem Bus (im Hintergrund).

Wolfsburg. Der öffentliche Dienst macht Druck: Als erste Stadt in Niedersachsen war Wolfsburg am Montag von Warnstreiks betroffen.

Rund 450 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Klinikums, von Kindertagesstätten und der Verkehrsbetriebe haben nach Gewerkschaftsangaben an den Warnstreiks und am Mittag an einer Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug teilgenommen. „Andere Städte werden folgen“, kündigte ver.di-Sprecher Jürgen Prast an.

Forderung: 6,5 Prozent

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will mit der Streikwelle Druck in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen machen. ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb fordern 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro.

Die Arbeitgeber legten bei der ersten Verhandlungsrunde vorige Woche kein Angebot vor und erklärten, die Gewerkschaft müsse ihre Forderungen herunterschrauben.

In Wolfsburg lag der Busverkehr am Montagmorgen komplett lahm, vor allem Schüler und Berufstätige waren betroffen. „Kein Bus ist aus dem Depot gefahren“, sagte Prast. Im Klinikum habe es in der Pflege Einschränkungen gegeben und auch nicht drängende Operationen seien teils ausgefallen.

Eine Kita habe eine Notbetreuung angeboten, ansonsten seien die Beschäftigten in den Ausstand getreten. Auch im Rathaus seien etliche Türen geschlossen geblieben und fünf Sportstätten wurden bestreikt. (lni)

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