Warnstreiks begleiten Tarifverhandlungen für Erzieher

+
Ein Mann bringt seine Kinder in eine Kindertagesstätte. Foto: Peter Kneffel

Offenbach (dpa) - Begleitet von Warnstreiks in mehreren Bundesländern sind am Montag die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter fortgesetzt worden.

Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften ringen seit Wochen um einen neuen Tarifvertrag für die bundesweit 240 000 Beschäftigten im kommunalen Dienst. Die Verhandlungen in Offenbach (Hessen) sind auf zwei Tage angesetzt.

In Hessen kamen nach Gewerkschaftsangaben 6500 Menschen zur zentralen Kundgebung vor dem Tagungshotel. Sie zeigten den Arbeitgebern symbolisch die Rote Karte und zogen anschließend durch die Innenstadt.

In Bayern blieben nach Verdi-Angaben mehr als 400 Kitas geschlossen, mehr als 700 Kindertagesstätten waren es in Baden-Württemberg. Rund 6000 Erzieher und Sozialarbeiter kamen in Mainz zusammen.

Zu einer Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt versammelten sich laut Polizei 11 000 Teilnehmer. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske forderte mehr Respekt für die Arbeit von Erziehern: "Gesellschaftlich wird dieser Beruf mit zu wenig Respekt behandelt - das zeigt sich in der Bezahlung."

Die Gewerkschaften Verdi, GWE und dbb fordern eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten. Das würde im Durchschnitt zu Einkommensverbesserungen von rund zehn Prozent führen. Die Arbeitgeber halten das für nicht bezahlbar. Nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände beläuft sich die Summe der Forderungen auf 1,2 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaft warnte die Arbeitgeber am Nachmittag vor einer unnötigen Verhärtung der Fronten: "Sie riskieren eine Urabstimmung und unbefristete Streiks." Eine Einigung galt am Montag als unwahrscheinlich, am Dienstag soll weiterverhandelt werden.

Verdi zu den Tarifverhandlungen

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.