Kommentar zu den Anschlägen von Kopenhagen: "Wehret den Anfängen"

Die Anschläge von Kopenhagen waren das Werk radikaler Muslime. Doch wer glaubt, dies sei vor allem in Problem der Juden, hat nichts verstanden - ein Kommentar von Tibor Pézsa.

Dass Juden in Deutschland wieder in Sorge leben müssen, hat weniger mit Deutschland zu tun als mit judenfeindlichen Einwanderern in Deutschland. Diese Tatsache gilt es erst einmal zu verkraften, stellt sie doch ein verbreitetes Weltbild in Frage, wonach Einwanderer grundsätzlich Flüchtlinge sind, mithin schutzbedürftig, also irgendwie automatisch auch friedliebend, toleranzbedürftig und gewiss auch tolerant.

Natürlich führen solche Verallgemeinerungen immer in die Irre. Doch das antisemitische Massaker in Frankreich, die anschließenden judenfeindlichen Übergriffe und die Attentate von Kopenhagen stehen in einer unseligen Linie mit judenfeindlichen Demonstrationen in Deutschland vom vergangenen Sommer. Die Täter waren und sind radikale Muslime, die nichts mit dem Rechtsstaat am Hut haben. Umso entschiedener müssen sie bekämpft werden.

Wer meint, dies sei vor allem ein Problem der Juden, der hat nichts verstanden, nichts aus der Geschichte gelernt. Denn im menschenverachtenden Hass und im kriminellen Ressentiment gegen Konfessionen, Menschen und Völker ist der politisch-radikale Islam nichts anderes als purer, mörderischer Faschismus. Wer glaubt, dies sei ein Problem, aus dem man sich heraushalten könne, der irrt. Wer das versucht, zumal in unserer eng vernetzten Welt, der kommt nur als nächster dran.

Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt hat Recht: In dieser Frage sind auch wir Juden. Wer einen von ihnen angreift, greift uns alle an. Nie wieder soll so etwas in Deutschland sein, nie wieder auch nur den Hauch einer Chance haben.

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