Oberharzer Wasserwirtschaft: Welterbe als Tourismusmagnet

Besuchermagnet: Dieser Teich mit Striegelhaus bei Clausthal-Zellerfeld gehört zum Welterbe. Archivfoto: dpa

Goslar. Die vor einem Jahr vom Unesco-Welterbekomitee in die Liste der besonderen Kulturstätten aufgenommene „Oberharzer Wasserwirtschaft“ hat sich zum Tourismusmagneten entwickelt.

Der Initiator des Anerkennungsverfahrens, Denkmalpfleger Prof. Reinhard Roseneck: „Das Interesse an dem weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssystem ist enorm gestiegen. Wir haben jetzt 20 ausgebildete Welterbeführer im Dauereinsatz und bieten überall im Harz hochkarätige Führungen an.“

„Die inzwischen ausgeschilderten Wanderwege bieten wunderbare Fernblicke. Das ist ein Schatz für die Region,“ freut sich Roseneck. Das Bergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar waren bereits 1992 zu Welterbestätten ernannt worden.

„Jetzt haben wir ein wunderbares neues Verkaufsargument. Wo sonst gibt es so große Anlagen, die Natur und Technik so harmonisch verbinden. Unsere Gäste sind begeistert“, sagt Miriam Fuchs, Harzer Tourismusverband.

Der Direktor des Oberharzer Bergwerksmuseums, Wilhelm Marbach berichtet: „Wir haben jetzt plötzlich Reisende aus ganz anderen Regionen im Harz.“ Das Museum vermittele das „Grundwissen“ über den Harzer Bergbau und die seit dem 15. Jahrhundert dabei angewendete Wasserkraft.

Auch die Harzwasserwerke in Clausthal-Zellerfeld profitieren. Die Zahl der Wandergruppen habe sich in einem Jahr auf 200 verdoppelt, sagte Betriebsleiter Jürgen Alich. Auf dem Betriebsgelände der Harzwasserwerke sind Filme und Modelle anzusehen.

Das viele Quadratkilometer umfassende weltweit größte Energiegewinnungs- und Verteilersystem wurde von den Bergleuten zum Antreiben von Pumpen und Wasserrädern genutzt. 107 Teiche sind heute noch erkennbar. (lni)

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