Weltliche Allianz in Tunesien als Wahlsieger bestätigt

Die Anhänger der siegreichen weltlichen Partei Nidaa Tounes feiern in Tunis. Foto: Mohamed Messara
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Die Anhänger der siegreichen weltlichen Partei Nidaa Tounes feiern in Tunis. Foto: Mohamed Messara
Verlierer: Der Chef der islamistischen Ennahda-Partei, Rachid Ghannouchi, nach der Abstimmung. Foto: Mohamed Messara
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Verlierer: Der Chef der islamistischen Ennahda-Partei, Rachid Ghannouchi, nach der Abstimmung. Foto: Mohamed Messara
Ennahda-Anhängerinnen bejubeln eine Rede ihres Spitzenkandidaten Rachid Ghannouchi, der aber bei der Wahl unterlag. Foto: Mohamed Messara
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Ennahda-Anhängerinnen bejubeln eine Rede ihres Spitzenkandidaten Rachid Ghannouchi, der aber bei der Wahl unterlag. Foto: Mohamed Messara
Freie Wahlen hat sie wahrscheinlich noch nicht oft erlebt: Eine alte tunesische Frau im Wahllokal. Foto: Mohamed Messara
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Freie Wahlen hat sie wahrscheinlich noch nicht oft erlebt: Eine alte tunesische Frau im Wahllokal. Foto: Mohamed Messara
Pure Freude: Ein Tunesier küsst und herzt einen Soldaten vor dem Wahllokal. Foto: Mohamed Messara
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Pure Freude: Ein Tunesier küsst und herzt einen Soldaten vor dem Wahllokal. Foto: Mohamed Messara
Anstehen für eine freie Wahl: In Tunesien hat der "arabische Frühling" für positive Veränderungen gesorgt. Foto: Stringer
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Anstehen für eine freie Wahl: In Tunesien hat der "arabische Frühling" für positive Veränderungen gesorgt. Foto: Stringer
Wahllokal in Tunis: Die Säkularen in Tunesien sahen sich schon am Wahlabend auf der Siegerstraße. Foto: Mohamed Messara
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Wahllokal in Tunis: Die Säkularen in Tunesien sahen sich schon am Wahlabend auf der Siegerstraße. Foto: Mohamed Messara

Tunis (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Tunesien haben sich die weltlichen Kräfte gegen die Islamisten durchgesetzt. Die weltliche Allianz Nidaa Tounes eroberte dem vorläufigen Endergebnis zufolge 85 der 217 Parlamentssitze.

Die islamistische Ennahda kam den Angaben der Wahlkommission zufolge auf 69 Sitze. Das Endergebnis soll am 24. November - einen Tag nach der angesetzten Präsidentschaftswahl - bekanntgegeben werden.

Nidaa Tounes ("Ruf Tunesiens") ist nun mit der Regierungsbildung betraut. Die Partei hatte im Wahlkampf betont, gegen die Islamisten im Land kämpfen zu wollen - eine Koalition mit der islamistischen Ennahda gilt daher als ausgeschlossen.

Um die Mehrheit von 109 Sitzen zu erreichen, muss sich die Allianz mit mindestens zwei kleineren Parteien verbünden. Laut Wahlkommission wurde die liberale Freie Patriotische Union mit 16 Mandaten drittstärkste Kraft, das linke Bündnis Front Populaire holte 15 Sitze.

Für Tunesien war die Wahl ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie. Es war die zweite Wahl seit dem Sturz von Langzeitherrscher Zine el Abidine Ben Ali im Arabischen Frühling 2011. Aus der ersten Abstimmung war Ennahda mit Abstand als stärkste Kraft hervorgegangen. Am 23. November soll der Übergang zur Demokratie mit der Präsidentschaftswahl abgeschlossen sein.

Zur Wahl hat sich unter anderem der Vorsitzende von Nidaa Tounes, Béji Caïd Essebsi, aufstellen lassen. Der 87-jährige Politiker war in den 1980er Jahren unter Ben Alis Vorgänger Habib Bourguiba Außenminister, später Botschafter in Bonn und 2011 Interims-Regierungschef in Tunesien.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Andreas Schockenhoff, lobte den guten Verlauf der Wahlen. Sie seien "ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Demokratisierung des Landes", sagte der CDU-Außenexperte.

Wahlkommission Isie, Arabisch

Middle East Institute: Wer ist Nidaa Tounes?, Englisch

Homepage von Nidaa Tounes, Arabisch

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