Bei den Kursen der Deutschen Schüler-Akademie in Braunschweig werden Begabte gefördert

Wenn Lernen zum Ferienspaß wird

Musisch begabt: Die Schülerinnen Susanne (links) und Charlotta spielen während des Kurses der Deutschen Schüler Akademie in Braunschweig auf ihren Instrumenten. Foto: dpa

braunschweig. Sommerzeit – Ferienzeit. Das gilt nicht unbedingt für die 1100 Schülerinnen und Schüler, die in diesem Sommer an den Akademien der Deutschen SchülerAkademie (DSA) lernen. Kurse in Rhetorik, Mikroskopieren oder in Klimakunde stehen trotz Ferien auf ihrem Stundenplan. 190 Begabte vertiefen am Akademiestandort in Braunschweig ihr Wissen.

„Hier ist Lernen für alle Spaß und wird nicht als Qual und Pflicht gesehen“, sagt die 17-Jährige Charlotta. Sie ist aus Oldenburg nach Braunschweig gekommen. Ziel der DSA ist die Förderung begabter Schüler. Sie ist Teil der Begabtenförderungsprogramme des Bundes und der Länder, daneben fördern der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und einige Privatstiftungen das Programm.

An der Akademie gibt es sechs Kurse, die je von zwei Kursleitern betreut werden. 50 Kursstunden sind auf zweieinhalb Wochen verteilt. Die Bandbreite reicht von Mathematik und Physik bis zu Geistes- und Gesellschaftswissenschaften oder dem musischen Bereich. 550 Euro kostet die Teilnahme an einer der Sommerakademien. Am Geld muss die Beteiligung aber nicht scheitern: Es gibt auch einen Fördertopf.

Ob sie hochbegabt sind oder nicht, wissen die meisten Teilnehmer nicht. Es gibt weder Intelligenztests noch sonstige Prüfungen. „Wir schreiben alle Schulen, die zum Abitur führen, an und bitten um Empfehlungen“, erläutert DSA-Leiter Volker Brandt. Entscheidend sei, dass die Schüler eine hohe Lernmotivation, Kreativität und Intelligenz mitbringen.

Für die 16-Jährige Marianna aus Neunkirchen im Saarland steht Geselligkeit ebenso hoch im Kurs wie Lernen. Im Kurs lernt sie das Schreiben von Drehbüchern, am Nachmittag ist Rockmusik angesagt. Marianna hat mit anderen Rockfans eine Band gegründet. „Andere Jugendliche jonglieren, spielen Volleyball oder relaxen“, sagt Akademieleiter Christoph Kolodziejski. Der Physiker beschäftigt sich ansonsten mit Gehirnforschung an der Uni Göttingen. (dpa)

Von Anita Pöhlig

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