Wenzel: Wiederhole „Lügner“-Vorwurf gegen Wulff nicht

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Der Grünen-Politiker Stefan Wenzel hat seinen Vorwurf gegen Christian Wulff eingeschränkt.

Hannover/Mainz - Der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel hat seine Beschimpfung von Bundespräsident Christian Wulff als „Lügner“ eingeschränkt.

„Ich hab mich da sehr deutlich ausgedrückt, da stehe ich auch zu, aber ich würde die Bemerkung nicht unbedingt wiederholen“, sagte Wenzel am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Stelle sich heraus, dass der frühere niedersächsische Ministerpräsident Wulff und seine Regierung nicht gelogen haben, dann wolle er seine Vorwürfe zurücknehmen. „Ich persönlich will keine persönliche Auseinandersetzung.“

Wenzel bezieht sich auf die Aussagen der damaligen Landesregierung unter Wulff über ihre Nichtbeteiligung an einer privat organisierten Lobby-Veranstaltung - Medienrecherchen haben inzwischen Gegenteiliges ergeben. Wulffs damaliger Regierungssprecher und späterer Präsidentensprecher Olaf Glaeseker steht in dem Zusammenhang unter Korruptionsverdacht. Wenzel bezweifelte, dass Wulff von dessen Treiben nichts mitbekommen habe. Am Samstag hatte er gesagt: „Wulff ist ein Lügner, und er sollte seinen Hut nehmen, bevor er Recht und Gesetz und Anstand noch mehr in den Dreck zieht.“

Er forderte weitere Aufklärung über die Vorgänge in Niedersachsen. „Wir möchten endlich, nach dieser endlosen Debatte, jetzt mal wissen: Was ist dort tatsächlich geschehen?“ Auch die Fragen nach Wulffs 500 000-Euro-Hauskredit seien noch immer unbeantwortet. „Ich kann nicht akzeptieren, dass solche Dinge einfach stehenbleiben und auch nach Wochen nicht der ernsthafte Versuch gemacht wird, die Ungereimtheiten zum Beispiel um den 500 000-Euro-Scheck auszuräumen.“

dpa

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