Verkehrsminister verteidigt Flughafen-Ausbau trotz Mehrkosten

„Wertschöpfung steigt“

Wiesbaden. Trotz Mehrkosten von 74 Millionen Euro hält Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) den Ausbau des Flugplatzes Kassel-Calden zum Regionalflughafen für dringend notwendig. Es gebe keinen Anlass, an einer erfolgreichen Realisierung des Projektes zu zweifeln, erklärte er gestern im Landtag. Der Flughafen werde der Region einen deutlichen Vorteil im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte bringen und die Rolle Nordhessens stärken.

Auf die direkten Mehrkosten ging Posch nicht näher ein, legte jedoch Zahlen für den gesamtwirtschaftlichen Effekt vor. Danach habe die Bruttowertschöpfung im Jahr 2005 bei 116,2 Millionen Euro gelegen, es seien 51,9 Millionen Euro Löhne und Gehälter gezahlt worden. Für das Jahr 2015 werde die Bruttowertschöpfung auf 177,5 Millionen Euro geschätzt, die Löhne und Gehälter lägen dann bei 80 Millionen Euro.

FDP-Fraktionschef Florian Rentsch nannte die Gründe für die Kostensteigerungen „vielfältig“. So hätte die EU-Kommission die Verordnung für Luftsicherheitsmaßnahmen im Jahr 2008 erneuert. Die ursprüngliche Verordnung über die Luftsicherungsmaßnahmen stamme aus 2002. Dadurch werde der Standard erhöht.

Ursprünglich war der Ausbau des Flughafens mit 151 Millionen Euro veranschlagt worden. Nun soll er 225 Millionen Euro kosten. Die Grünen, strikte Gegner des Ausbaus, fürchten, dass die Kostensteigerung weitergehe. (kle)

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