Westerwelle droht Iran mit neuen Sanktionen

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle droht dem Iran mit neuen Sanktionen.

Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat den Iran vor einer atomaren Aufrüstung gewarnt. Zur Not würden die Europäer auch alleine gegen den Iran vorgehen.

“Für den Fall, dass sich die Dinge weiter zuspitzen sollten, dass der Bericht wiedergibt, dass der Iran erneut an diesen Programmen arbeitet, werden wir in Europa auch eine nächste Sanktionsrunde vorbereiten“, sagte Westerwelle am Dienstag im ARD-“Morgenmagazin“. Zugleich warnte er vor einem Militärschlag. “Ich warne davor, militärische Optionen in den Raum zu stellen. Das sind jenseits aller gefährlichen Weiterungen für die Region Debatten, die die iranische Führung eher stärken als schwächen“, sagte er dem “Hamburger Abendblatt“ (Dienstag).

Sollten Staaten wie Russland und China bei neuen Sanktionen nicht mitziehen, schließt Westerwelle auch einen möglichen Alleingang der Europäer nicht aus: “Am liebsten mit den anderen, am liebsten gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft, aber wenn es nicht anders geht, dann auch mit unseren Verbündeten alleine“, sagte er im “Morgenmagazin“.

In den vergangenen Tagen wurden wegen des Streits um das iranische Atomprogramm Warnungen vor einem Militärschlag Israels und anderer Staaten laut. Israel und der Westen vermuten seit langem, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms auch Atombomben entwickelt. In Kürze will die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA in Wien einen mit Spannung erwarteten Bericht zum iranischen Atomprogramm vorlegen.

dpa

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