Westerwelle verurteilt Syrien-Massaker

Istanbul - Außenminister Guido Westerwelle hat das jüngste Massaker in Syrien mit mutmaßlich mehr als 80 Toten verurteilt.

Bei einem Besuch in Istanbul sprach Westerwelle am Donnerstag von “schockierenden Nachrichten“. “Das zeigt, wie dringlich das Handeln der internationalen Gemeinschaft ist.“ Westerwelle warb erneut für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, mit der weltweite Sanktionen gegen das Regime von Machthaber Baschar al-Assad verhängt werden könnten. Bislang scheitert dies an den Veto-Mächten Russland und China.

Nach Angaben der syrischen Opposition wurden bei dem Blutbad in der Provinz Hama am Mittwoch mindestens 80 Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Kinder. Die Opposition machte Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz dafür verantwortlich. Eine unabhängige Bestätigung für die Aussagen gab es zunächst nicht.

Um die Lage in Syrien ging es auch bei einem Treffen von Außenministern der sogenannten Syrien-Freundesgruppe am Mittwochabend in Istanbul. Nach Westerwelles Worten bestand Einigkeit darüber, den Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen, um eine politische Lösung zu finden. Grundlage dafür sei weiterhin der Friedensplan von Sondervermittler Kofi Annan. An dem Treffen nahmen unter anderem die Außenminister der drei Veto-Mächte USA, Frankreich und Großbritannien teil. Im Gespräch ist eine neue Resolution nach Kapitel VII Artikel 41 der UN-Charta, wonach weitere Maßnahmen “unter Aussschluss von Waffengewalt“ verhängt werden können.

Zudem stockte die Bundesregierung ihre humanitäre Hilfe für die Opfer des Konflikts in Syrien um weitere 2,1 Millionen Euro auf nun acht Millionen Euro auf.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.