Windeseile am Solarpark: In Adelebsen werden hurtig über 40.000 Module verlegt

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Wie silbrig schimmernde Wellen: Über 40 000 Solarmodule legten die Mitarbeiter in den vergangenen Tagen auf Dachlattengestellen aus. Rund um die Uhr wurde in dem Solarpark gearbeitet, damit die Anlage vor dem 9. März betriebsbereit ist.  

Adelebsen. Sieht aus wie ein See im Abendlicht, ist aber ein in rasender Eile aufgebauter Solarpark: Die Ankündigung der Bundesregierung, die Förderung für Solaranlagen früher als geplant zu kürzen, hat in dem neuen Solarpark in Adelebsen (Kreis Göttingen) höchste Betriebsamkeit ausgelöst.

Rund 100 Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen rund um die Uhr über 40.000 Solarmodule auf Dachlatten befestigt. Diese liegen auf dem Gelände des ehemaligen Klausner-Sägerwerks auf dem Boden. „Um die Betriebsfähigkeit der Anlage nachzuweisen, reicht das aus“, sagte Peter Alex von der Firma 3 U Solar AG am Mittwoch. „Eventuell zeigt sich aber, dass die Hektik unnötig war.“

Die Bundesregierung hatte kürzlich angekündigt, die Einspeisevergütung für Solarstrom schon zum 9. März zu senken. Nach Protesten von Herstellern und Handwerkern soll nun die Förderung für Solaranlagen auf Dächern zum 1. April, für Freiflächen-Anlagen zum 1. Juli sinken. Am Freitag wird der Bundestag darüber beraten.

Für die 3 U Solar AG hätte dies Ausfälle in Millionenhöhe bedeutet. Das Unternehmen aus dem nordhessischen Marburg hat das Gelände des ehemaligen Klausner-Sägewerks übernommen. Auf den Hallendächern mit einer Fläche von insgesamt 28.000 Quadratmetern sind schon seit dem vergangenen Herbst Solarmodule installiert. Auf den Freiflächen sollten sie bis zum Sommer montiert werden - zu spät für die jetzt wohl früher auslaufende Förderung. Weil die Trägergestelle für die Freifläche noch nicht vor Ort sind, behalf sich das Unternehmen erst einmal mit Dachlatten. Allein diese kosteten 80.000 Euro, sagte Alex.

Die Module waren in den vergangenen Tagen lastwagenweise zum Gelände geliefert worden. Der gesamte Solarpark soll eine Leistung von neun Megawatt Strom umfassen. Die Kosten für das Projekt fielen niedriger aus als die ursprünglich genannten 25 Millionen Euro. Die Preise für die Module seien in der Zwischenzeit drastisch gesunken, sagte Peter Alex. Zur exakten Summe mochte er sich nicht äußern, auch weil mit Klausner über den Kaufpreis für die Liegenschaft Stillschweigen vereinbart worden sei. (zhl/coe)

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