Winterreifen – der richtige Pneu für Eis und Schnee

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Bei Eis und Schnee sind Winterreifen unverzichtbar.

Kaum ein anderes Bauteil ist bei Eis und Schnee so entscheidend für die Sicherheit Ihres Wagens wie die Winterreifen. Sie sorgen dafür, dass Sie in der Kurve auf der Straße bleiben, am Berg nicht abrutschen oder bei Gefahr rechtzeitig zum Stehen kommen. Darum verdienen Sie besondere Beachtung.

Spezielles Profil

Eine Auflagefläche so groß wie vier Spielkarten entscheidet über die Haftung Ihres Wagens auf der Straße. Achten Sie darum genau darauf, ob Ihre Winterreifen noch fit sind für eine weitere Saison in Eis und Schnee und prüfen Sie das Profil. Der Gesetzgeber schreibt für Sommer- und Winterreifen eine Mindesttiefe von 1,6 Millimetern vor. Der ADAC empfiehlt jedoch eine Tiefe von mindestens vier Millimetern. Das Profil ist auf die kalte Jahreszeit zugeschnitten. Spezielle Lamellen und Rillen sorgen dafür, dass sich der Reifen in rutschigen Oberflächen regelrecht verbeißt.

Winterreifen werden hart

Experten raten dazu, Reifen nach spätestens sechs Jahren gegen neue auszutauschen, auch wenn das Profil noch tief genug ist. Nach dieser Zeit wird die spezielle Gummimischung, die den Pneu auch bei eisigen Temperaturen weich macht, hart und verliert an Haftung. Wenn Sie nicht mehr genau wissen, wie alt Ihre Reifen sind, schauen Sie nach der DOT-Nummer. Sie zeigt, wann der Reifen produziert wurde.

In Deutschland gibt es eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass Sie Reifen aufziehen müssen, die der Witterung angemessen sind. Wenn Sie das nicht tun, riskieren Sie eine Strafe und bei einem Unfall Ihren Versicherungsschutz. Außerdem ist es schlicht gefährlich.

Die richtige Größe ist entscheidend

Wenn Sie neue Winterreifen kaufen, müssen Sie darauf achten, welche Pneus für Ihr Fahrzeug zugelassen sind. Das können Sie aus der Zulassungsbescheinigung oder in Ihren Fahrzeugunterlagen sehen. Wenn Sie nicht sicher sind, kontaktieren Sie den Hersteller. Sie können aber auch Ihre bisherigen Reifen unter die Lupe nehmen: An der Seite stehen nicht nur der Hersteller und eventuell die vorgeschriebene Laufrichtung, sondern auch genaue Größenangaben. In der Regel entdecken Sie dort Angaben wie „185/65 R15 85 H“. Diese kryptischen Zahlen und Buchstaben bedeuten folgendes:

  • Die erste Zahl (hier: 185) gibt in Millimetern an, wie breit der Reifen ist.
  • Nach dem Schrägstrich steht, wie hoch der Reifen in Relation zu seiner Breite ist (im Beispiel 65 Prozent).
  • Der Buchstabe „R“ zeigt, dass es sich um einen Reifen handelt, der nach der Radial-Bauweise hergestellt wurde.
  • Die folgende Zahl (15) ist der Durchmesser der nötigen Felge in Zoll. Ein Zoll entspricht etwa 2,54 Zentimetern.
  • Als nächstes wird angegeben, wie schwer der Reifen belastet werden kann (85). Das wird „Tragfähigkeitsindex“ genannt. Im Beispiel sind das maximal 515 Kilogramm.
  • Der letzte Buchstabe (H) steht für den Geschwindigkeitsindex, also dafür, wie schnell Sie mit diesem Reifen maximal fahren dürfen (H bedeutet nicht schneller als 210 Stundenkilometer).

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