Kommentar zum Wintershall-Gazprom-Deal: Politisch chancenlos

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Wintershall und Gazprom geben ihr milliardenschweres Tauschgeschäft auf. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Die Frage, ob und in welchem Umfang die deutsche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen wünschenswert oder änderungsbedürftig ist, stellt sich nicht erst seit Donnerstag. Sie verschärfte sich aber vor zwei Jahren mit dem Deal zwischen der BASF-Tochter Wintershall und der russischen Gazprom.

Wirtschaftlich bot das Geschäft zweifellos Vorzüge für beide Seiten. Politisch aber erwies es sich spätestens mit dem Einmarsch russischer Truppen in der souveränen Ukraine als problematisch.

Wirtschaftlich mögen sich die Partner leichten Herzens einig geworden sein. Politisch aber liegen Welten zwischen Gazprom und Wintershall. Zu undurchsichtig ist die staatliche Durchdringung von Gazprom, zu offenbar der Missbrauch der Firmenpolitik zu politischen Zwecken.

Die Rede der EU und ihrer Politiker ist höflich, doch die verschärften Sanktionen gegen Russland sagen glasklar: Nein. Gazprom und Wintershall haben verstanden.

Nicht alles, was wirtschaftlich geht, ist auch politisch wünschenswert. Man hätte es fast vergessen können in unserer globalisierten Welt. Wir können froh sein, wenn diese Krise nicht noch weiter eskaliert.

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