Wirbel um falsches McAllister-Interview

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David McAllister

Hannover - Peinliche PR-Panne: In einem Interview mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister kamen die Fragen und Antworten aus der eigenen Parteizentrale.

Die Niedersachsen-CDU zog das Interview mit dem CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Januar 2013, das in der vergangenen Woche an Anzeigenblätter in Hannover verschickt worden war, am Montag zurück.

Der Parteisprecher Torben Stephan entschuldigte sich beim Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) Michael Konken für das Vorgehen und nahm die Schuld auf seine Kappe. „Es war keine böse Absicht“, sagte Stephan auf Anfrage. Eine Freigabe des Interviews durch McAllister sei nie erfolgt.

DJV-Sprecher Hendrik Zörner sprach bei „Spiegel“-Online von einem „plumpen Versuch, die Anzeigenblätter in den CDU-Wahlkampf einzuspannen“. In dem Interview wird McAllister unter anderem gefragt, wo er Urlaub macht, ob im Wahlkampf Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Niedersachsen kommt und ob er Ministerpräsident bleibt.

Den Text hat Stephan nach eigen Angaben aus Antworten in anderen Interviews zusammengebaut. Es sei der Versuch gewesen, den Anzeigenblättern zu helfen.

Die SPD griff den Regierungschef gleich an. „Wenn es schlecht läuft, greift Herr McAllister immer auf das gleiche Schema zurück: 1. Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. 2. Schuld ist immer der Pressesprecher“, heißt es in einer Mitteilung vom Montag.

dpa

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