Panne beim niederländischen Militär

Wirbel um "Turban"-Soldaten in Hessen

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So sieht ein niederländischer Soldat eigentlich aus.

Gelnhausen - Sind das etwa Islamisten? Spaziergänger in Hessen bekamen einen Riesenschreck, als sie die bewaffneten Turbanträger erblickten. Dabei war alles ganz anders.

Das niederländische Militär hat mit einer Übung an der Grenze zwischen Bayern und Hessen für Aufregung gesorgt. Die niederländischen Soldaten hatten nach Angaben des privaten Radiosenders Hitradio FFH für Auslandseinsätze geübt. Dabei waren sie irrtümlich über die Grenze hinweg in Hessen einmarschiert. Unter ahnungslosen Spaziergängern sorgten sie für Aufregung, denn um die Übung authentisch zu gestalten, trugen die Soldaten abenteuerliche Uniformen mit turbanähnliche Kopfbedeckungen, die solchen in Afghanistan ähneln sollten.

Zumindest die Behörden im hessischen Main-Kinzig-Kreis zeigten weder Humor noch Verständnis und forderten am Montag von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Aufklärung. „Ich dulde keine Geheimübungen ausländischer Soldaten in meinem Kreis“, sagte Landrat Erich Pipa am Montag in Gelnhausen.

Das Landeskommando der Bundeswehr in Wiesbaden räumte ein, dass es offenbar eine „Informationspanne“ gegeben habe. Hessen sei auf das Manöver nicht aufmerksam gemacht worden. Das Landeskommando Bayern erklärte den Fehler damit, dass sich die von einer Kaserne in Unterfranken ausgerückten Soldaten offenbar keine Gedanken über die Landesgrenzen zwischen Bayern und Hessen gemacht hätten.

dpa

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