Wirbel um Schavans Papst-Audienz: 150.000-Euro-Flug

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Neben der Begegnung mit dem Papst führte Schavan Gespräche auf Ministerebene und mit hochrangigen Vertretern von Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Hamburg/Berlin. Wieder mal Wirbel um Flugkosten: Forschungsministerin Schavan (CDU) soll auf Staatskosten zu einer Privataudienz mit dem Past geflogen sein. Das werfen ihr zumindest die Grünen vor. Jetzt soll sie sich im Haushaltsausschuss erklären.

Die Grünen fordern Aufklärung zur Rom-Reise von Forschungsministerin Annette Schavan mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck sagte der Bild am Sonntag, Schavan müsse sich vor dem Haushaltsausschuss erklären. “Da müssen die Fakten auf den Tisch.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann warf Schavan “Frömmigkeit auf Kosten der Steuerzahler“ vor. Steuerzahlerpräsident Karl Heinz Däke sagte: “Ein Abendessen beim Botschafter ist kein zwingendes Amtsgeschäft. Das ist eine unverschämte Steuergeldverschwendung.“

Schavan hatte im März die Flugbereitschaft benutzt, um in Rom eine Papst-Audienz und politische Termine wahrzunehmen. Ihr Ministerium erklärte, die Nutzung von Regierungsflugzeugen sei gerechtfertigt gewesen. Nach Darstellung des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ kostete die Flugreise rund 150.000 Euro. Dem widersprach allerdings das für die Flugbereitschaft zuständige Bundesverteidigungsministerium.

(dapd) 

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