Sparsam kommunizieren

So wird das Mobiltelefon nicht zur Schuldenfalle

Smartphone unterm Weihnachtsbaum: Für viele Jugendliche ist das ein großer Schritt in Richtung Glückseligkeit. Die Schenkenden sollten sich auch Gedanken über den Tarif machen.

Denn der falsche Tarif kann schnell in die Schuldenfalle führen. Laut Statistischen Bundesamt hatten 2013 unter 25-Jährige, die von Schuldnerberatungsstellen beraten wurden, durchschnittlich rund 1350 Euro Verbindlichkeiten bei Telekommunikationsanbietern.

Einen Laufzeitvertrag mitzuschenken, ist auch keine Lösung. Denn die Kosten bei einem Laufzeitvertrag lassen sich kaum eingrenzen. Am besten verschenkt man Handys und Smartphones mit einem Prepaid-Starterpaket und einigen Guthabenkarten.

Fax-Hotline

Die Langfassung zum Thema erhalten Sie bis einschließlich Sonntag, 30. November, unter der Fax-Abrufnummer 09001/25 26 65 60 für 62 Cent pro Minute. Um die Langfassung des Textes per Post anzufordern, senden Sie einen mit 1,45 Euro frankierten und adressierten DIN-A5-Rücksende-Umschlag an: HNA-Nachrichtenredaktion, Stichwort: Mobilfunk, Postfach, 34010 Kassel.

Günstige Anbieter: Inzwischen gibt es bei Discountern wie Blau, Congstar, Fonic oder Otelo interessante Smart- phone-Pakete inklusive Datenflatrate, die etwa zehn Euro pro Monat kosten. Verträge mit langer Laufzeit sind aber nicht nur zur Weihnachtszeit wenig empfehlenswert. „Wenn die Einkommenssituation unsicher ist oder sich das Telefonie- und Surfverhalten häufiger ändert, ist es besser, einen Vertrag ohne Mindestvertragslaufzeit abzuschließen“, rät Thomas Bradler, Telekommunikationsexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommt, dass es inzwischen viele günstige Verträge ohne Mindestvertragslaufzeit gibt.

Kostenfallen vermeiden: Aber auch bei monatlich kündbaren Tarifen sollten Kunden regelmäßig die Abrechnung kontrollieren. So fällt schnell auf, wenn ungewollt Kosten entstanden sind. Denn diese können bei jedem Handy-Vertrag zustande kommen, auch bei Tarifen mit Sprach- und SMS-Flatrate in alle Netze. Anrufe ins Ausland und bei sogenannten Mehrwertdiensten sind in Flatrates nicht enthalten. Zu Mehrwertdiensten gehören auch Anrufe bei der Auskunft. Sperren lassen sich solche Dienste über die Drittanbietersperre, die verhindert, dass Drittanbieter Geld über die Rechnung abrechnen können.

Kosten im Urlaub sparen: Aber auch bei Reisen ins Ausland ist Vorsicht geboten. Wer plant, mit seinem Smart- phone nach Österreich oder in die Schweiz in den Skiurlaub zu fahren, sollte sich vorab erkundigen, zu welchen Konditionen er im Ausland kommuniziert. Gegebenenfalls kann es billiger sein, eine zweite Sim-Karte für die Reise anzuschaffen. So bietet E-Plus-Discounter Blau besonders günstige Auslandskonditionen an.

Auf Reisen in die EU und die Schweiz zahlen Blau-Kunden nichts, wenn sie angerufen werden, und neun Cent pro Minute für Anrufe nach Deutschland. Ebenfalls interessant ist der Tarif von Alditalk. Auch Alditalk-Kunden telefonieren im EU-Ausland und in der Schweiz zu denselben Konditionen wie innerhalb Deutschlands.

Anrufe innerhalb des Alditalk-Netzes kosten drei Cent pro Minute, Anrufe in alle anderen Netze elf Cent. Angerufen zu werden, ist für Alditalk-Kunden innerhalb der EU kostenlos. Zum Vergleich: In den Standard-EU-Tarifen fallen für Gespräche pro Minute sechs Cent an, selbst anzurufen kostet rund 23 Cent. (bia)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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