Forderung an Bundesregierung

Wirtschaftsverbände schlagen Alarm: Diese Reformen müssen umgesetzt werden

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Dunkle Wolken ziehen am 17.07.2012 in Berlin über das Reichstagsgebäude.

3,6 Millionen Firmen, rund 17 Millionen Beschäftigte: Der Mittelstand hat großes Gewicht in Deutschland. Nun richten Wirtschaftsverbände Forderungen an die große Koalition.

Berlin - Mehr Investitionen, bessere berufliche Bildung, qualifizierte Zuwanderung: Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die Bundesregierung zu größeren Anstrengungen aufgefordert. Zwar befinde sich die deutsche Wirtschaft derzeit in einer ausgesprochen guten Verfassung, heißt es im Mittelstandsbericht 2018. Allerdings sehe der Mittelstand „vielfältigen Handlungsbedarf“ für die neue Regierung, um Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand nachhaltig zu sichern. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ (Mittwoch) darüber berichtet.

In einem Appell fordern Spitzenverbände, die Investitionen des Staates sowie der Wirtschaft sollten „dringend“ ausgeweitet werden. „Verkehrs- und Datennetze müssen verbessert und den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts angepasst werden.“ Aber auch Steuersätze müssten sinken, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Zu den Unterzeichnern zählen der Handwerksverband ZDH, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, der Sparkassen- und Giroverband und der Hotel- und Gaststättenverband.

Der Mangel an Fachkräften bereitet den Verbänden Sorge 

Eines der größten Probleme sei der Mangel an Fachkräften. Für mittelständische Betriebe werde es immer schwieriger, geeignete Arbeits- und Fachkräfte zu finden. Das System der beruflichen Aus- und Fortbildung müsse gestärkt werden, ebenso wie die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Qualifizierte Zuwanderung auch aus Nicht-EU-Ländern solle ferner erleichtern werden. Der Mittelstand fordert außerdem, die tägliche Höchstarbeitszeit sollte auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umgestellt werden. „Ziel ist eine flexiblere Verteilung, nicht jedoch eine Ausweitung des Arbeitszeitvolumens.“

Bei der Infrastruktur gebe es vor allem beim Verkehr seit Jahren einen erheblichen Investitionsstau, der den Mittelstand etwa durch schlechte Straßenbeläge und gesperrte Brücken beeinträchtige. Der „Investitionshochlauf“ der Regierung müsse verstetigt, Planungsverfahren beschleunigt werden, heißt es im Bericht.

dpa

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