Wittmund: Nach Großbrand pauken Schüler in mobilen Klassenräumen

Wittmund. Nach dem verheerenden Großbrand an der Gesamtschule im ostfriesischen Wittmund ist eine Lösung für provisorische Unterrichtsräume in Sicht. Rund 1000 Schüler sollten voraussichtlich in 50 mobile Klassenräume umziehen, sagte Reinhard Aulke von der KGS am Montag nach einem Krisentreffen.

Vertreter der Schule, des Landkreises und der Landesschulbehörde hatten daran teilgenommen. Das Kultusministerium in Hannover will zur Entlastung des Kollegiums fünf zusätzliche Lehrer ein halbes Jahr anstellen. „Zum Schulbeginn am 8. August könnte der Unterricht wieder laufen“, hofft Aulke.

Das Gebäude war am Freitag nach der Explosion einer Gasflasche bei Dacharbeiten und durch das folgende Großfeuer weitgehend zerstört worden. Brandermittler und Versicherungsexperten sind nach Angaben eines Polizeisprechers unterwegs, um die genaue Ursache und die Schadenshöhe zu untersuchen.

Unter anderem soll geklärt werden, ob die Gasflasche aus technischen Gründen explodiert war oder ob menschliches Versagen eine Rolle spielte. Der Schaden durch das Feuer und die Löscharbeiten wird auf gut sieben Millionen Euro geschätzt.

„Die Schulruine bietet einen grausigen Anblick“, sagte Aulke. PVC-Rest und Dachpappe hingen aus den Trümmern. „Manche Kollegen hatten beim Anblick des Lehrerzimmers Tränen in den Augen.“ Dennoch gebe es ein „Glück im Unglück“: „Niemand kam jetzt während der Ferien zu Schaden. Und noch haben wir gerade genug Zeit, um alles bis zum Schulbeginn neu zu organisieren. Da darf aber auch nichts schiefgehen, alles muss klappen.“

Langfristig sei ein Neubau geplant. In diesem Jahr sei jedoch wohl nicht mehr mit dem Start für einen Neubau zu rechnen.

Vom Brand zerstörte und nicht versicherte Lernmittel wird das Land ersetzen, kündigte Kultusstaatssekretär Peter Bräth in Hannover an. „Wir wollen so verhindern, dass Eltern möglicherweise doppelt für die Schulbücher ihrer Kinder zahlen müssen.“ (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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