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Möglicher Putin-Sturz: Wohin er im Falle einer russischen Niederlage flüchten würde

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Von: Daniel Dillmann

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Der Ukraine-Krieg läuft für Russland nicht wie geplant. Angeblich soll Wladimir Putin bereits die Flucht aus dem eigenen Land planen.

Moskau - Kaum Fortschritte an der Front, Verluste auf dem Schlachtfeld und nun sogar Angriffe auf Flugplätze im eigenen Land: Russland steuert im Ukraine-Krieg immer weiter auf ein Desaster zu. Das dürfte auch der Regierung um Präsident Wladimir Putin nicht entgangen sein. Angeblich soll die Kreml-Elite bereits an einem Fluchtplan arbeiten, sollte die Invasion der Ukraine endgültig scheitern und die Stimmung im eigenen Land sich gegen die Regierung wenden und der Sturz von Putin nahen.

Das behauptet nun Abbas Galjamow. Der ehemalige Redenschreiber Wladimir Putins stellte diese Behauptung am Mittwoch (7.12.) auf Telegram auf. Galjamow bezog sich dabei auf einen „Insider“ in Moskau. Dieser habe ihm verraten, dass der Kreml einen Evakuierungsplan für die oberste Riege unter dem Codenamen „Noahs Arche“ entwickelt habe. „Wie der Name schon sagt, geht es um die Suche nach neuem Land für den Fall, dass es in der Heimat völlig ungemütlich wird“, schreibt Galjamow. Man würde in Moskau nicht ausschließen, den Ukraine-Krieg zu verlieren und kalkuliere mit der Möglichkeit, dass die Regierung „entmachtet wird und dringend irgendwohin evakuiert werden muss“, so Galjamow weiter.

Wladimir Putin inspiziert ein Propeller-Flugzeug. Sollte er Russland verlassen, würde das wohl mit einer moderneren Maschine passieren. (Archivbild)
Wladimir Putin inspiziert ein Propeller-Flugzeug. Sollte er Russland verlassen, würde das wohl mit einer moderneren Maschine passieren. (Archivbild) © Sergei Bobylev/dpa

Ukraine-Krieg: Putin soll bereits die eigene Flucht planen

Putins innerer Zirkel soll zunächst China als Ziel ins Auge gefasst haben. Weil aber die Beziehungen zwischen Russland und der Volksrepublik auch im Ukraine-Konflikt nicht frei von Spannungen sind, sei Peking als Zufluchtsort wieder verworfen worden. Der Fokus liege nun auf Südamerika, speziell auf Venezuela und Argentinien. Igor Setschin, ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident Russlands und enger Vertrauter Wladimir Putins, seit beauftragt worden, einen Evakuierungsplan zu entwickeln.

Laut Informationen des Nachrichtenportals Daily Beast sollen hochrangige russische Beamte inmitten des Ukraine-Konflikts bereits damit begonnen haben, Immobilien und Land in Südamerika zu kaufen. Die Aktivitäten würden sich vor allem auf Venezuela konzentrieren. Ähnliches sei aber auch in Ecuador, Paraguay und Argentinien festgestellt worden. Besonders ins Interesse des Kremls sei eine Insel Venezuelas gerückt. „Die Insel Margarita ist ihr Courchevel“, zitiert Daily Beast eine Quelle aus dem Kreml, die so die Insel an der Küste im Nordosten des Landes mit dem berühmten Skigebiet in den französischen Alpen verglich.

Wladimir Putin: Trotz Ukraine-Krieg keine Fluchtpläne

Weil der Ukraine-Krieg aber nicht erst seit gestern schlecht für Russland läuft, gibt es schon seit längerem auch Meldungen über mögliche Fluchtpläne Putins. Bislang hoch im Kurs stand aber vor allem Syrien. Machthaber Baschar al-Assad soll Wladimir Putin bereits Asyl angeboten haben, sollte er das Land verlassen müssen.

Laut offiziellen Verlautbarungen aus Moskau wird eine Flucht der Führungsriege aber kaum notwendig sein. Der Ukraine-Konflikt würde sich zwar noch ziehen, letztendlich verlaufe aber alles nach Plan. „Es gibt keine Probleme mit Deserteuren bei der militärischen Spezial-Operation“, sagte Putin persönlich am Mittwoch. Es gebe zwar „Einzelfälle, aber im Großen und Ganzen“ laufe alles wie geplant. „Gibt es Leute, die ihre Position verlassen? Ja, das ist passiert. Aber es passiert immer weniger“, so Putin. (Daniel Dillmann)

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