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„Ein Hamster, mit aufgeblasenen Backen“: Mit Putin soll es körperlich bergab gehen

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Von: Nail Akkoyun

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Um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin ranken sich zahlreiche Gerüchte. Ein Autor bietet nun eine mögliche Erklärung für Putins verändertes Erscheinungsbild.

Moskau – Die Gerüchte um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin reißen nicht ab. Seit geraumer Zeit wird vermutet, dass der russische Präsident an Krebs leidet oder auch von Parkinson geschüttelt wird. Mitunter gehen die Behauptungen auf öffentliche Auftritte Putins zurück, bei denen sich das Staatsoberhaupt an Tischen festklammerte oder sich eine Wolldecke um die Beine legte. Was an den Gerüchten dran ist, wird schlussendlich selbst im Kreml kaum jemand wissen.

Doch auch wenn Moskau bislang keine einzige Krankheit oder ein ernsthaftes Leiden Putins bestätigte, tauchen immer wieder neue Mutmaßungen zu dessen Gesundheitszustand auf. Nun reiht sich auch der britische Investigativjournalist John Sweeney in die Reihe der Spekulanten ein. In seinem neuen Buch „Killer in the Kremlin“ schreibt er, dass Wladimir Putin „ernsthaft krank“ aussehe. Darüber berichtet das US-Nachrichtenmagazin newsweek.com.

Zierten einst markante Züge das Gesicht von Wladimir Putin, wirkt der russische Präsident heute eher aufgedunsen – Autor John Sweeney vergleicht ihn daher mit einem Hamster. (Archivfoto)
Zierten einst markante Züge das Gesicht von Wladimir Putin, wirkt der russische Präsident heute eher aufgedunsen – Autor John Sweeney vergleicht ihn daher mit einem Hamster. (Archivfoto) © Mikhail Klimentyev/Imago

Wladimir Putin stürzt vom Pferd: Der Beginn einer Medikamentensucht?

Sweeney beschäftigt sich seit Jahren mit dem russischen Regierungschef und beschreibt Veränderungen, die ihm „Angst machen“. Im Gegensatz zu vielen anderen legt sich der Journalist nicht auf eine Krankheit fest, vermutet aber, dass der Präsident unter den Folgen eines jahrelangen Steroidmissbrauchs leidet. Mehreren Quellen zufolge soll Putin schon vor einigen Jahren mit der Einnahme entsprechender Medikamente begonnen haben, um eine Rückenverletzung zu behandeln. Wie der Kreml damals bestätigte, fiel Putin beim Reiten von einem Pferd.

Dem Wissenschaftsmagazin spektrum.de zufolge kann der Missbrauch von Steroiden zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, darunter etwa zu schweren Organschäden sowie Tumoren und starker Gewichtszunahme. Sweeney glaubt daher, dass Putin an den Folgen eines häufigen Anabolkonsums leiden könnte. Das würde erklären, warum die geschwollenen Wangen den russischen Präsidenten inzwischen wie einen „Hamster“ aussehen ließen, schreibt der Journalist.

Im Jahr 2014, als Sweeney für die BBC arbeitete, traf er den Kreml-Chef und erinnert sich in seinem Buch an ein „mageres“ Gesicht, das an „ein Frettchen oder ein Reptil“ erinnert – acht Jahre später sehe Putin hingegen aus „wie ein Hamster, mit aufgeblasenen Backen, ungesund“. Auch habe das russische Staatsoberhaupt im Gegensatz zu heute „subtil und geschmeidig“ gewirkt, wohingegen er aktuell körperlich stark abbaue.

Wladimir Putin: Möglich, „dass er hohe Dosen von Steroiden nimmt“

Die „hyperaggressive“ Haltung von Wladimir Putin würde ebenfalls für einen Anabolmissbrauch sprechen, argumentiert John Sweeney. Eine gesteigerte Aggressivität, Stimmungsschwankungen sowie Gereiztheit gehören zu den unerwünschten Nebenwirkungen beziehungsweise Folgen des Missbrauchs, heißt es in einem Artikel von spektrum.de.

Auch Russland-Expertin Fiona Hill, die bereits für mehrere US-Regierungen arbeitete, erklärte gegenüber der US-Tageszeitung Politico, dass Wladimir Putin seit seiner Rückenverletzung immer wieder über Schmerzen geklagt habe. Sie hält es ebenso für möglich, „dass er hohe Dosen von Steroiden nimmt“. Dafür würde „ein ziemlich aufgedunsenes Gesicht“ sprechen. Ein sich verschlechternder Gesundheitszustand könnte laut Hill in Verbindung mit einem „Dringlichkeitsgefühl“ sogar erst der Grund dafür gewesen sein, warum Putin ausgerechnet im Februar den Angriff auf die Ukraine befahl. (nak)

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