Am Wochenende heißeste Tage des Jahres erwartet

Hannover. Samstag und Sonntag soll es heiß, heiß, heißer werden. Der Tourismus profitiert vom Sommerwetter, doch es gibt auch Verlierer, etwa bei Tieren: Turmfalken und Eulen gehen nämlich die Mäuse aus.

Es soll noch heißer werden: Samstag und Sonntag werden in Niedersachsen die höchsten Temperaturen des Jahres erwartet. Hitzerekorde werden aber wohl nicht erreicht, sagte Klimatologe Eckhard Möller vom Seewetteramt in Hamburg am Freitag. Die höchsten Temperaturen von rund 34 Grad werden in Hannover, Braunschweig und Hildesheim erwartet. Damit blieben die Werte unter dem Rekordwert von 38,6 Grad, der am 9. August 1992 in Unterlüß bei Celle gemessen wurde. In Bremen soll es am Wochenende bis zu 32 Grad heiß werden, Rekord waren 37,6 Grad. Am Wochenende ist laut Möller außerdem mit starken, unwetterartigen Gewittern zu rechnen.

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Der Tourismus in Niedersachsen dürfte vom Sommer profitieren. „Wir sind gut unterwegs in Niedersachsen - allerdings erst seit den letzten drei Wochen“, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbands Niedersachsen, Sven Ambrosy, am Freitag in Hannover. Zur Zeit gebe es in manchen Regionen Belegungsraten von über 90 Prozent. „Wenn das Wetter weiter so mitspielt, können wir die guten Vorjahreszahlen erreichen.“

Niedersachsens Golfplätze halten dem Sommerwetter stand und locken die Spieler weiter mit sattem Grün. „Inzwischen gibt es speziell gezüchtete Grasarten, die das gut abkönnen. Vor zehn, fünfzehn Jahren war das noch anders“, sagte der Vorsitzende des Vereins Greenkeeper Nord, Holger Tönjes, am Freitag. Die Organisation vertritt die Platzpflegeprofis (englisch: Greenkeeper) in Norddeutschland.

Auch die Fußball-Amateure haben kein hitzefrei. Trotz der hohen Temperaturen nutzen nur wenige Vereine das Angebot des Niedersächsischen Fußball-Verbandes, ihre Pokalspiele am Sonntag in die Abendstunden zu verlegen.

Zu den Verlierern der Sommerhitze gehören etwa die Turmfalken - sie sollen unter dem vom heißen Sommer verursachten Mäusemangel leiden. Mäusefressenden Arten ginge mancherorts die Nahrung aus, teilte die Naturschutzorganisation Nabu am Freitag mit. „Aus diesem Grunde werden jetzt viele Turmfalken ins Nabu-Artenschutzzentrum gebracht“, sagte die Leiterin der Station in Leiferde (Kreis Gifhorn), Bärbel Rogoschik. So seien in diesem Jahr bereits 33 verletzte oder abgemagerte Turmfalken eingeliefert worden. Besonders beliebt seien Mäuse auch bei Eulen, Störchen und Füchsen. (lni)

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