Wolfszaun zwei Meter hoch?

Der Wolf kommt: Eltern des Waldkindergartens Goldenstedt in Sorge 

Goldenstedt. Ein Zaun sei gut, je schneller, desto besser, sagt Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer.

Montagfrüh waren die Eltern des Waldkindergartens bei ihm im Rathaus - jener Einrichtung, die Schlagzeilen macht, seit abends ganz in der Nähe ein Wolf gesichtet wurde. Der Rathauschef der niedersächsischen Gemeinde nahe Vechta will keine Panik schüren. Den Schutzzaun um den Waldkindergarten, sagte er unserer Zeitung, wollen die Eltern aber zwei Meter hoch. Und dann - strenger Schutz für das wieder eingewanderte Raubtier hin oder her - werde der Gemeinderat über politische Initiativen beraten, „dass der Wolf nicht hierher gehört“.

15 Kinder betreut die Karitas unter Bäumen am Ortsrand, zwei Bauwagen als Wetterschutz. Tolle Sache, immer ausgebucht, so der Bürgermeister. Ja, der Wolf sei erst abends um halb zehn gesehen worden, alle Kinder waren längst zuhause.

Was Meyer grübeln lässt: In jüngster Zeit seien 60 Schafe in der weiteren Umgegend mit tiefen Bisswunden tot oder verletzt gefunden worden. Das sei nicht normal, auch wenn das Umweltministerium Hannover das Verhalten des Wolfes bislang nicht auffällig finde. Vielleicht sei das Tier ja doch krank. Erstmal geht der Kindergartenbetrieb weiter. Für 26. Februar hat sich Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz zum Besuch in Sachen Wolf angesagt. (wrk)

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