Forst: Beleg nur für totes Tier an A66

Wolf in der Rhön nicht bestätigt

Tann. Der Wolf zurück in Hessen? Mehrere Meldungen zur Sichtung des Wildtiers in der Rhön sind nicht zweifelsfrei bestätigt.

Das sagte Susanne Jokisch, Wolfsbeauftragte von Hessen-Forst gestern auf Anfrage. Derartige Nachrichten aus dem Raum Tann kenne man nur aus den Medien. Wie vergleichbare Flächen anderer Bundesländer gilt der Truppenübungsplatz Wildflecken in der Rhön als mögliches Ansiedlungsgebiet für den Wolf.

Bestätigt ist hingegen, dass der Kadaver, den die Autobahnpolizei am 9. März an der A66 bei Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) fand, eine überfahrene Wölfin war. Hier habe man den unzweifelhaften C1-Beweis einer DNA-Probe, sagte Jokisch. Auf einer dreistufigen Skala gelten Risse von Nutztieren, die Fachleute dem Wolf zuordnen oder die typische Trab-Spur des Wolfes über eine längere Strecke als C2, als starker Hinweis. C3 ist die bloße Beobachtung – wie in der Rhön ohne Beleg.

Die letzten C1-Tiere in Hessen waren laut Jokisch der 2011 im Reinhardswald (Landkreis Kassel) verendete Wolf und sein ausgewanderter und dann 2012 in Rheinland-Pfalz abgeschossener Artgenosse. Weil mit weiteren Rückkehrern gerechnet werde, so Jokisch, sei auf Landesebene ein Programm finanzieller Hilfen für den Nutztier-Herdenschutz in Vorbereitung. (wrk)

• Mehr Infos: http://zu.hna.de/hessenwölfe

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