HNA-Meinung

Wolfgang Riek zur Stellenstreichung bei der Barmer: "Spar-Kasse

Die zweitgrößte deutsche Krankenkasse, Barmer GEK, will sich schlank sparen. Bis 2018 will sie 3500 Arbeitsplätze streichen. Ein Kommentar von Politik-Redakteuer Wolfagng Riek.

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Der Bund will sich mit der geplanten Krankenkassen-Reform bis 2018 um acht Milliarden Euro entlasten. Entlastung verspricht der Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums auch Versicherten - aber nur kurz. Wegen steigender Kassenausgaben rechnen Experten mit Zusatzbeiträgen von mindestens 1,5 Prozent des Einkommens in wenigen Jahren.

Da will Barmer-GEK-Chef Christoph Straub früh seine Kosten weiter senken, um bei kommenden Extra-Aufschlägen nicht unangenehm aufzufallen. Betriebswirtschaftlich verständlich, von der Politik auch so gewollt. Der Verlust von Arbeitsplätzen wird zugunsten der Kostendämpfung im Gesundheitswesen hingenommen.

Verkalkulieren könnte sich Straub, wenn Beratung und Service unterm Spardiktat gegen alle Versprechungen doch leiden. Und wenn die Online-Barmer für zu viele seiner Kunden eine persönliche Beratung eben doch nicht ersetzt. Hier müssen Kassen und Koalition - Rotstift hin, Wettbewerb her - weitere Dialogkanäle zugunsten Älterer offenhalten: Sie haben in Sachen Gesundheit größeren Beratungsbedarf als ihre Enkel und sollten nicht mit dem Rat „Guck mal im Internet“ abgespeist werden.

wrk@hna.de

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