Auf anonymer Seite

Wulff-Buch gratis online gestellt: Verlag klagt

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Exemplare des Buchs von Bettina Wulff "Jenseits des Protokolls". Ein Unbekannter hat das Buch zum Gratis-Download im Internet angeboten.

München - Ein Unbekannter hat die Erinnerungen von Ex-First-Lady Bettina Wulff kostenlos online gestellt. Auf einer Webseite kann das komplette Buch (Preis: 19,99 Euro) kostenlos gelesen und heruntergeladen werden.

Neuer Wirbel um das Wulff-Buch "Jenseits des Protokolls". Auf einer Internet-Seite, deren Domain-Name dem Buchtiltel nachempfunden ist, hat ein Unbekannter die Erinnerungen online gestellt: Zum Herunterladenin hoher Auflösung, als Pdf-Datei zum Lesen im Web und sogar in einer HTML-Version. Ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht!

Die in Rosa und Hellblau gehaltene Seite (registriert am 15. September) erweckt den Eindruck, als ob Bettina Wulff selbst kostenlosen Lesen bzw. Download ihres Buches einladen würde. Dies suggerieren vor allem die einleitenden Worte auf der Startseite:

"Liebe Lesefreunde, hier gibts das Buch 'Jenseits des Protokolls' von Bettina Wulff gratis zum lesen und download als PDF. Viel Spaß wünscht euch eure Bettina!"

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Zudem benennt die Seite in einem "Impressum"  Bettina Wulff auch als Verantwortliche nach § 5 des Telemediengesetzes (TMG). Zu sehen sind dort auch eine Adresse im niedersächsischen Burgwedel sowie die private Telefonnummer der Wulffs.

Wie der Branchendienst "Meedia" berichtet, erfolgte der Eintrag der Website auf eine Adresse in den USA, genauer gesagt in Los Angeles, W. Olympic Boulevard. Zwar sind auch Fax- und Telefonnummer hinterlegt. Trotzdem führen diese Spuren ins Nirwana des Netzes.  

"Meedia" mutmaßt, dass der oder die Täter aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Allerdings ist deren Spur aufgrund der ausländischen Domain-Angaben nur schwer zu verfolgen. "Und selbst wenn die Gratis-Seite vom Hoster offline gestellt würde, könnten unter ähnlichen Domains sofort neue Sites mit dem identischen Inhalt im Web platziert werden.", schreibt der Branchendienst.

Laut "Meedia" könnte ein Schweizer "Internetmarketer" hinter der falschen Wulff-Seite stecken. Aber: "Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Geschäftsmann und der Wulff-Fakesite gibt oder ob das Listing beider Portale unter derselben Scheinadresse in Kalifornien lediglich Zufall ist, ist unklar, ebenso, aus welcher Motivation heraus die Seite in der vergangenen Woche gelauncht wurde."

Ein möglicher Hinweis darauf finde sich aber im privaten Blog, das der Geschäftsmann betreibt. Dort sei zu lesen: "Kein Copyright... Was hier steht, darf geklaut werden."

Der Riva-Verlag, der die Rechte am Buch von Bettina Wulff besitzt, hat laut Branchendienst  bereits rechtliche Schritte gegen die Download-Website eingeleitet.

fro

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