Wulff: Polizei kritisiert Staatsanwaltschaft

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Bernhard Witthaut

Passau/Hannover - In der Lobby-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Arbeit der Staatsanwaltschaft Hannover kritisiert.

Der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut sagte der “Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag): “Es überrascht schon ein wenig, dass sich die Prüfung der Staatsanwaltschaft so in die Länge zieht.“ Gegen einen einfachen Beamten wäre nach Witthauts Einschätzung längst ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Viele Polizeibeamte würden von Wulff erwarten, “dass er Konsequenzen zieht und die Verantwortung für seine Fehler übernimmt“, sagte Witthaut. Die Staatsanwaltschaft Hannover sieht derzeit keinen Anlass für Ermittlungen gegen den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten.

Wulff sieht sich seit Dezember zahlreichen Vorwürfen ausgesetzt - von der Inanspruchnahme eines günstigen Privatkredits für sein Haus über kostenlose Urlaube bei Unternehmern und billiges Autoleasing bis zur staatlichen Finanzierung von Lobby-Veranstaltungen. Dies fällt vor allem in Wulffs Zeit als Regierungschef in Niedersachsen zwischen 2003 und 2010.

dpa

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