Revision geplant

Wulff: Staatsanwalt gegen schnellen Freispruch

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Der frühere Bundespräsident Christian Wulff vor dem Landgericht Hannover. Im Hintergrund: Richter Frank Rosenow.

Hannover - Der Prozess gegen Ex-Bundespräsident Wulff könnte noch im Januar enden. Doch im Falle seines Freispruchs strebt der Generalstaatsanwalt Revision an.

Im Korruptionsprozess gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat der zuständige Generalstaatsanwalt angekündigt, im Fall eines Freispruchs eine Revision prüfen zu wollen. "Wir prüfen sehr genau, ob es Revisionsgründe gibt, wenn ja, gehen wir in Revision vor dem Bundesgerichtshof", zitierte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Freitag der Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttich, der zudem das Gericht kritisierte. Es sei "erstaunlich und verwunderlich, wenn das Gericht den Prozess jetzt so schnell beenden will".

Der zuständige Richter Frank Rosenow hatte am Donnerstag angekündigt, das Gericht wolle die Beweisaufnahme am 9. Januar schließen. Dann wäre ein Urteil noch im Januar wahrscheinlich. Ursprünglich hatte das Gericht Verhandlungstermine bis in den April eingeplant. Auf die von Rosenow bereits im Dezember vorgeschlagene Einstellung des Verfahrens waren weder Wulffs Verteidiger noch die Staatsanwaltschaft eingegangen. Sie kann nur einvernehmlich erfolgen.

Bereits vor der Weihnachtspause hatte Rosenow eine Zwischenbilanz der bisherigen Beweiserhebung gezogen. Von der Kostenübernahme durch den Filmmanager David Groenewold für Hotel und ein Kindermädchen bei der gemeinsamen München-Visite mit dem Ehepaar Wulff und dem Besuch des Oktoberfests im September 2008 muss Wulff nach seiner Ansicht nichts gewusst haben. Wulff ist wegen Vorteilsannahme und Groenewold wegen Vorteilsgewährung angeklagt, es geht um rund 720 Euro.

afp

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