Wulff bei Wannsee-Gedenken: "Scham und Zorn"

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Christian Wulff zeigt sich 70 Jahre nach der Wannsee-Konferenz der Nationalsozialisten beschämt und wütend über die Mordserie der Zwickauer Terrorzelle.

Berlin - Vor 70 Jahren beschlossen die nationalsozialistischen Beamten in Wannsee die systematische Ermorderung der Juden. Zum Jahrestag äußert der Bundespräsident Wulff "Scham und Zorn".

Zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz hat Bundespräsident Christian Wulff „Scham und Zorn“ über die Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios geäußert. Alle - einschließlich der Polizei und der Sicherheitsbehörden - hätten es nicht für möglich halten wollen, dass es dies in Deutschland heute noch gebe, sagte Wulff nach vorab verbreitetem Redetext am Freitag bei einer Gedenkstunde im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin. „Wir werden alles tun, damit Terror und mörderischer Hass auf Fremde und Fremdes in Deutschland nie mehr Platz haben.“

Am Wannsee hatten die Nationalsozialisten 1942 die systematische Ermordung der Juden beschlossen. Der Bundespräsident sicherte den Juden in aller Welt bei Gefahr und Verfolgung die Verbundenheit Deutschlands zu. Zugleich betonte er: „Deutschland steht unverbrüchlich an der Seite Israels.“

An der Gedenkfeier nahm auch der israelische Minister Yossi Peled teil. Wulff sagte, der Antisemitismus des NS-Staates sei genährt und gestützt worden vom Antisemitismus in der Gesellschaft. Deshalb sei es eine nationale Aufgabe, die Erinnerung an die Judenvernichtung wachzuhalten. „Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Unglaubliche und Unvorstellbare wirklich geschehen ist.“

dpa

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