Wunden, Tattoos, Outfit: Wer sieht aus wie ein Terrorist?

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Militär-Kleidung macht verdächtig. Foto: Jan Woitas/Archiv

Berlin (dpa) - Einreisende in den Schengen-Raum sollen künftig auch aufgrund ihrer äußeren Erscheinung auf einen möglichen Terrorhintergrund überprüft werden. Dies geht aus einem vertraulichen Papier der Europäischen Kommission hervor, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet.

Bei EU-Einwohnern, die aus Konfliktgebieten zurückkehren, zählen demnach Wunden, Verletzungen und Verbrennungen zu den sogenannten Risikoindikatoren. Auch auf blasse Hautpartien, die auf eine frische Bartrasur schließen lassen, sowie Militär- und Outdoorkleidung sollen Beamte an den Schengen-Außengrenzen künftig achten. Insgesamt liste die Kommission 25 Merkmale auf.

Als risikobehaftet gelten demnach Männer im kampffähigen Alter mit "einschlägigen Tätowierungen" und nervösem Verhalten. Bei Verdächtigen soll es einen Abgleich in den europäischen Polizeidatenbanken geben. Die Maßnahmen betreffen etwa Reisende aus Bürgerkriegsstaaten wie Syrien oder dem Irak sowie aus deren Nachbarländern wie der Türkei oder Jordanien. Die Risikoindikatoren sind in Brüssel allerdings umstritten. Kritiker fürchten systematische Personenkontrollen von EU-Bürgern im Schengen-Raum, der eigentlich einen weitgehend freien Personenverkehr garantiert.

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