„Wunderschönes Fahrgefühl“

„Wunderschönes Fahrgefühl“: Ex-Außenminister Fischer wirbt für Elektro-Auto

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Aus Freude am Fahren: Joschka Fischer macht Werbung für ein 170-PS-Auto der Bayerischen Motoren Werke AG.

Der Mann hat im Leben fast alles gesehen und vieles erlebt. Nun gleitet er sanft durchs Leipziger Flachland. Eine Botschaft hat Joschka Fischer (65) natürlich auch im Gepäck: Vorreiter für emissionsfreies Fahren zu sein, ist für den Ex-Außenminister nicht nur Ehrensache.

„Es ist ein Statement“, erklärt er im feinsten Diplomaten-Britisch am Steuer seines neuen Elektro-Autos BMW i3.

Die BMW Group platzierte den 3,25 Minuten dauernde Werbefilm für das seit 16. November erhältliche Auto im Videokanal Youtube. Gestern nachmittag war er bereits über 117 000 Mal geklickt worden. Fischer, mit neuer, größerer Brille und gewohntem Bauchumfang, macht die Werbefahrt im Kleinwagen (Insert: „VIP Abholung im Werk Leipzig“) sichtlich Spaß: „Ein wunderschönes Fahrgefühl, isch bin beeindruckt“.

Werksleiter Milan Neldejkovic weiß, was er an der neuen Werbe-Ikone als „Vertreter der grünen Welt“ hat, wie er im Film sagt. Der einstige Öko-Vorkämpfer selbst fühlt sich dabei als Pionier. Wieder einmal. Das erste Auto des 21. Jahrhunderts zu fahren, das seine Wurzeln kaum noch im 20. Jahrhundert habe, „und dann noch Spaß macht“, das sei schon ziemlich zukunftsweisend, sagt er zu unterlegtem chilligem Softpop und reckt den Zeigefinger in die Luft, Mächtige 170 PS hat der i3, mit dem die Bayern eine gut betuchte, ökologisch-bewusste städtische Klientel ansprechen.

Seit 2009 ist Fischer mit seiner Beratungsgesellschaft Joschka Fischer & Company GmbH auch für BMW aktiv. Sein Auto habe er aber „ganz normal“ und ohne Vergünstigungen oder Honorar bekommen, erklärte uns ein Firmensprecher gestern.

Fischer, der zum Schluss durch Berlin kreuzt, preist die Mobilität, die er durch den i3 in der Großstadt genießt: Mehr als 100 Kilometer fahre er sowieso nie am Tag, da brauche er keinen 5-er. Das überzeugt allerdings nicht jeden: „Fahrrad fahren wäre intelligenter! Wozu in Berlin ins Auto setzen?“, meint ein Youtube-User.

Von Ullrich Riedler

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