Zahl der Asylbewerber in Niedersachsen drastisch angestiegen

Hannover. Die Zahl der Asylbewerber in Niedersachsen ist in den vergangenen fünf Jahren drastisch angestiegen. Verzeichnete das Innenministerium 2008 noch 1710 Asylanträge, so werden es nach der jüngsten Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bis Ende des Jahres etwa 10.500 sein.

„Für 2014 wird eine weitere Steigerung der Zugänge erwartet“, sagte ein Sprecher auf Anfrage der dpa. Eine konkrete Zahl wollte er aber nicht abgeben.

Um den steigenden Bedarf an Unterkünften für Asylbewerber decken zu können, werden in vielen Kommunen derzeit zusätzliche Unterkünfte eingerichtet. Das Land rechnet wegen des rasanten Anstiegs auch mit steigenden Kosten. Für die Kosten für Unterkunft und Versorgung der Menschen erhalten die Kommunen vom Land eine jährliche Pauschale - 2013 betrug sie pro Person 5032 Euro, von 2014 an werden es 5932 Euro sein.

Damit es bei der Erstaufnahme der Asylbewerber nicht zu Engpässen kommt, soll es in Niedersachsen künftig drei Einrichtungen dafür geben: In Braunschweig, Friedland und Bramsche stehen ab 2014 insgesamt 1500 Betten zur Verfügung.

Auf Vorschlag von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), der derzeit noch Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, werden die Innenminister Anfang kommenden Jahres in einem Spitzengespräch mit der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände über Auswirkungen von ansteigenden Flüchtlingszahlen auf die Kommunen diskutieren. (lni)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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