Hohe Erfolgsquote, Kritik ist weitgehend verstummt

Zehn Jahre Einbürgerungstest: Wie würden Sie abschneiden?

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Eine der Fragen im Einbürgerungstest: Die Gewaltenteilung in Deutschland. Der Rechtsbegriff Judikative bezeichnet die richterliche Gewalt im Staat. Höchstes Gericht ist das Bundesverfassungsgericht mit Sitz in Karlsruhe. Es spicht Urteile von wegweisender Bedeutung. Im Bild der Zweite Senat mit (von links) Monika Hermanns, Peter Huber, Andreas Voßkuhle (Vorsitzender des Senats und Präsident des Gerichts), Herbert Landau, Peter Müller und Doris König. 

Seit zehn Jahren gibt es ihn: Den Einbürgerungstest in Deutschland. Wir haben für Sie zehn Fragen aus dem Test zusammengestellt. Wie viele können Sie beantworten?

„Nicht schwieriger als eine Führerscheinprüfung“ werde der Einbürgerungstest sein, versprach Innenstaatssekretär Peter Altmaier (CDU), als die Prüfung 2008 eingeführt wurde. Zehn Jahre später ist die Kritik an dem Test, der von der Opposition und einigen Migrantenverbänden als überflüssige Schikane empfunden wurde, weitgehend verstummt. Vielleicht auch, weil die Prüfung so angelegt ist, dass kaum jemand durchfällt. Die Erfolgsquote liegt seit Jahren bundesweit stabil zwischen 98,2 und 98,8 Prozent. Auch die Teilnahmegebühr von 25 Euro ist kein unüberwindbares Hindernis.

Im vergangenen Jahr wurden 112 211 Menschen durch Einbürgerung Deutsche. Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei (14 984). Wegen des bevorstehenden Brexits verzeichneten die Behörden 2017 allerdings auch einen großen Andrang von Briten (7493).

Die Idee hinter dem Test, der bei einer Prüfstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge abgelegt werden muss: Wer Deutscher werden will, sollte eine Vorstellung davon haben, welche Regeln und Gebräuche das Leben seiner neuen Landsleute bestimmen. Um das sicherzustellen, wird seit dem 1. September 2008 bundesweit verlangt, dass jeder neue Staatsbürger nicht nur Deutsch spricht, sondern auch einen schriftlichen Einbürgerungstest erfolgreich absolviert.

Deutscher Einbürgerungstest: Testen Sie Ihr Wissen 

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Deutscher Einbürgerungstest: Testen Sie Ihr Wissen © HNA
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Drei der insgesamt 33 Fragen beziehen sich auf das Bundesland, in dem der Ausländer seinen Erstwohnsitz hat. Zwischen den Bundesländern variiert die Erfolgsquote kaum. Am höchsten war sie zuletzt im Saarland (99,1 Prozent), am niedrigsten in Thüringen (96,5 Prozent).

Ohne erfolgreiche Test-Teilnahme werden nur Menschen eingebürgert, die diese Bedingung wegen einer „geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung oder altersbedingt“ nicht erfüllen können. Außerdem Zuwanderer, die einen deutschen Schulabschluss erworben oder beim Abschluss im Sprach- und Integrationskurs eine bestimmte Punktzahl erreicht haben.

Die guten Testergebnisse haben sicher auch damit zu tun, dass man alle Fragen und Antworten zum Üben im Internet findet. Und damit, dass jeder, der einen Antrag auf Einbürgerung stellt, den Test beliebig oft wiederholen darf. Beantworten muss der Ausländer, wenn er den Test ablegt, 33 Fragen. Bestanden hat er die Prüfung, wenn er mindestens 17 Mal die richtige Antwort angekreuzt hat.

Das Innenministerium zieht zehn Jahre nach der Einführung eine positive Bilanz, Änderungen sind nicht geplant. Die Grünen halten Verbesserungen dagegen für dringend geboten. Viele der Fragen seien „integrationspolitisch völlig irrelevant“, sagt Filiz Polat, migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion. (dpa)

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