Zeichen der Ohnmacht - Kommentar zum Zerfall der hessischen Regierung

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Wiesbaden. Unruhe in der hessischen Landesregierung: Die FDP hat am Freitag bzw. Samstag verkündet, dass Verkehrsminister Dieter Posch (67) und Kultusministerin Dorothea Henzler (63) ihre Ämter demnächst niederlegen werden, um jüngere Köpfe ins Kabinett zu schicken.

Weniger Wohlmeinende sprechen von Chaostagen in Wiesbaden, einer Landesregierung in Auflösung, von Panikorchester und Henzler als Mobbing-Opfer. So und ähnlich lauten die Reaktionen auf die FDP-interne Kabinettsumbildung in Wiesbaden. Doch was die Opposition genüsslich als Zerfallserscheinung einer abgewirtschafteten Regierung interpretiert, wird von dieser als ein höchst geordneter Plan beschrieben.

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Ein Plan, um auch nach der Landtagswahl in eineinhalb Jahren gemeinsam an der Macht zu bleiben. Hauptsache jung, heißt es bei der FDP, als sei das schon ein Erfolgsrezept. Neue Themen? Fehlanzeige. Und bei der CDU? Ende der Spekulation, es ändert sich rein gar nichts. Bei Roland Koch hätte man so viel Selbstgefälligkeit Arroganz der Macht genannt, bei Bouffier ist es eher als Ohnmacht zu deuten.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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