Umfrage ein Jahr vor der Wahl sagt rot-grüne Mehrheit voraus – CDU stärkste Kraft

Die Zeichen stehen auf Wechsel

Kampf ums Leineschloss: Ein Jahr vor der Wahl sagt eine Umfrage eine rot-grüne Mehrheit im Landtag voraus. Foto: dpa

Hannover. Ein Jahr vor der Landtagswahl am 20. Januar 2013 deutet sich in Niedersachsen ein Regierungswechsel an. Eine schwarz-gelbe Koalition könnte das Land nicht mehr regieren, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Dies geht aus einer Umfrage von Infratest dimap hervor, die das NDR-Magazin „Hallo Niedersachsen“ in Auftrag gegeben hatte.

Die CDU bliebe zwar mit 36 Prozent der Wählerstimmen die stärkste Fraktion im Parlament, der Koalitionspartner FDP würde aber klar mit drei Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Bei der vorigen Landtagswahl 2008 erreichten die Christdemokraten noch 42,5 Prozent, die FDP 8,2 Prozent.

Chancen für eine neue Regierung böten sich der SPD und den Grünen. Nach der aktuellen Umfrage könnten sie mit einer Mehrheit von 49 Prozent (SPD 32 und Grüne 17) die Verantwortung übernehmen. Die Sozialdemokraten würden im Vergleich zur vorigen Wahl vor vier Jahren mit 30,3 Prozent leicht zulegen. Die Grünen, die 2008 auf acht Prozent kamen, könnten ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln. Auch ein schwarz-grünes Bündnis wäre rechnerisch denkbar.

Die Linke bleibt nach der Umfrage stabil bei fünf Prozent. Die Piraten kämen auf vier Prozent und würden damit nicht in den Landtag einziehen.

Sowohl CDU als auch SPD wären nach derzeitigem Stand auf die Grünen angewiesen, falls sie keine Große Koalition bilden wollen. „Es ist kein Geheimnis, dass unsere Priorität bei der SPD liegt“, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel der Nachrichtenagentur dpa. Über eine endgültige Entscheidung zum bevorzugten Koalitionspartner werde die Partei aber erst auf einem Parteitag im Herbst beraten.

Trotz des Abwärtstrends geben sich die niedersächsischen Liberalen kämpferisch. „Die Zahlen sind für uns unschön, aber vor allem dem Bundestrend der letzten Zeit geschuldet“, sagte der kommissarische Generalsekretär der FDP, Gero Hocker.

McAllister vorn

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten hätte CDU-Regierungschef David McAllister die Nase weit vor SPD-Herausforderer Stephan Weil. 54 Prozent der Wähler würden McAllister ihre Stimme geben, 27 Prozent Weil. (lni)

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