Zerstrittenes Paar lässt Tiere in verwaister Wohnung verenden

Mücke. Den Ermittlern bot sich ein grauenhaftes und ekelerregendes Bild: Reptilien und Katzen verendeten in einer Mietswohnung und einem Keller qualvoll.

Ihre Besitzer hatten die Tiere nach einem Streit und Auszug einfach zurückgelassen. Das Amtsgericht Alsfeld verurteilte die beiden 27-Jährigen am Mittwoch wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu Bewährungsstrafen; sie bekam zwölf, er 15 Monate.

Die beiden Angeklagten hielten unter anderen eine Riesenschlange (Boa constrictor), einen Leguan, Vogelspinnen und Katzen - die Tiere verendeten, weil sich ihre Besitzer monatelang nicht mehr um sie gekümmert hatten. Die Frau holte lediglich nach einiger Zeit die Hunde aus der völlig chaotischen Wohnung. Eine Schildkröte überlebte.

Die Frau hatte im Herbst 2007 nach einem Disput das Weite gesucht. Der zweifache Familienvater war ihr wenig später in eine andere Wohnung hinterher gezogen. Vor Gericht gab sich der Mann reumütig: „Das Bild, was ich gesehen habe, war schrecklich. Es war mein Fehler.“ (dpa/rpp)

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