Zwickauer Terrorzelle: Ermittlungen werden ausgeweitet

Gera - Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zur Zwickauer Terrorzelle werden möglicherweise um einen weiteren Verdachtsfall erweitert. Im Fokus stehen sechs Neonazis.

Die Staatsanwaltschaft Gera will ein Verfahren an die Bundesanwaltschaft übergeben, in dem sechs Neonazis aus Thüringen die Beschaffung von Plastiksprengstoff zur Last gelegt wird, wie der “Tagesspiegel“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf den Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, Jens Wörmann, schreibt.

Die rechte Terrorzelle - Chronologie der Ereignisse in Bildern

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Der aus Jena stammende Verdächtige André K. soll Kontakte zu den Angehörigen der Zwickauer Terrorzelle gehabt haben. Gegen die Männer wird bereits seit 2010 ermittelt.

70 neue Hinweise zu NSU-Terrorgruppe bei BKA eingegangen

Derweil hat die Öffentlichkeitsfahndung nach den drei mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation “Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) erste Reaktionen gebracht. Einen Tag nach Start der Fahndung seien beim Bundeskriminalamt rund 70 neue Hinweise eingegangen. Damit erhöhe sich die Zahl der Hinweise von etwa 250 auf 320, sagte ein BKA-Sprecher am Freitag dem SWR Hörfunk.

Allerdings sei die Zahl der Hinweise “nach wie vor relativ gering“, sagte der Sprecher weiter. Die mutmaßlichen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe seien sehr konspirativ vorgegangen und wohl deshalb kaum aufgefallen.

Die Ermittler wollen jetzt die Aufenthaltsorte der drei mutmaßlichen Rechtsterroristen in den vergangenen Jahren rekonstruieren. In diesem Zeitraum soll die Gruppe mehr als fünfzig Mal Wohnmobile angemietet haben und in ganz Deutschland unterwegs gewesen sein.

dapd

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