Wie sicher sind die No-Name-Airlines?

Keine Angst vor diesen Fliegern

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Kaum bekannt und trotzdem sicher: Eine Boeing 737 der Pegasus Airlines steht am Terminal des Stuttgarter Flughafens.

München - Die Urlauber am Flughafen und freuen sich auf sonnige Tage am Mittelmeer. Doch beim Blick auf den Flieger, in den die Passagiere steigen sollen, verdüstert sich die Stimmung.

Da stehen exotische Namen wie Air Via, XL Airways oder Nouvelair am Rumpf , und mancher fragt sich, wie sicher der Ferienflieger tatsächlich ist.

Die Zeitschrift „Reise & Preise“ hat die Billig-Airlines unter die Lupe genommen. Statistisch gesehen, so stellte das Magazin bei einer Untersuchung von zwölf Gesellschaften fest, sind No- Name-Ferienflieger genauso sicher wie die renommierte Konkurrenz.

Von Unfällen mit Todesfolge blieben bisher fast alle Gesellschaften verschont. Lediglich die türkische Atlasair hatte im Jahre 2007 einen Absturz mit 57 Toten zu beklagen.

Das Durchschnittsalter

Air Via (Bulgarien) 3,3 Jahre

XL Airways (Deutschland) 5,6 Jahre

Binter Canaries (Spanien) 8,4 Jahre

Pegasus Airlines (Türkei) 8,9 Jahre

Atlasjet (Türkei) 9,9 Jahre

Lotus Air (Ägypten) 11 Jahre

Nouvelair (Tunesien) 11,7 Jahre

Hello (Schweiz) 12 Jahre

Sky Airlines (Türkei) 14,2 Jahre

Freebird (Türkei) 14,7 Jahre

Karthago Airlines (Tunesien) 16,5 Jahre

Beim Alter der Flugzeuge trennt sich die Spreu vom Weizen: Air Via ist mit durchweg jungen Maschinen (Durchschnittsalter 3,3 Jahre) nach Bulgarien unterwegs, Fluggäste der tunesischen Karthago Airlines müssen in durchschnittlich 16,5 Jahre alten Boeing 737-300 einsteigen. Kleiner Trost: Diese Gesellschaft fliegt in diesem Sommer nicht ab München. Aber es gibt keine Hinweise auf Sicherheitsmängel, beide Gesellschaften lassen ihre Flugzeuge von Lufthansa Technik warten. Ob man den Flug in die Ferien an Bord einer neuen Maschine oder aber in einem eher betagten Vogel macht, ist Glückssache. Oft sind innerhalb der Flotte die Altersunterschiede recht groß. So hat beispielsweise die türkische Sky Airlines sowohl eine neue Boeing 737-800 als auch mehrere fast 16 Jahre alte Airbusse.

Auch wenn die Passagiere bei der Sicherheit keine Abstriche hinnehmen brauchen, müssen sie beim Sitzkomfort mit gewissen Einschränkungen rechnen: Mit 71 bis 74 Zentimetern haben Air Via, Karthago Airlines, Nouvelair und Freebird gerade einmal Linienbusniveau. Am bequemsten sitzt man noch bei Hello (79 Zentimeter) und XL Airways (80 Zentimeter). Zum Vergleich: In der zweiten Klasse eines ICE genießen Fahrgästen je nach Ausführung 92 bis 97 Zentimeter Abstand zum Vordersitz.

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