Und das kurz vor Weihnachten

24-Stunden-Kontrollen auf Autobahnen: Wie lange müssen wir warten?

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Die Bundespolizei will ab sofort stärkere Kontrollen an wichitgen Grenzübergängen an Autobahnen durchführen. Zum Leidwesen der Autofahrer - Wartezeiten scheinen vorprogrammiert.

Das Timing könnte besser sein: Ab heute beginnen an wichtigen Grenzübergängen zwischen Bayern und Österreich Rund-um-die-Uhr-Kontrollen. Was bedeutet das für Sie?

Die temporären Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich sind aufgehoben. Ab heute müssen sich Autofahrer auf Rund-um-die-Uhr-Kontrollen gefasst machen. Doch wie lange müssen Sie dann warten?

Künftig stärkere Kontrollen der Grenzübergänge

Kurz vor der Weihnachtszeit werden die Beamten der Bundespolizei mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei Autos und LKWs Tag und Nacht unter die Lupe nehmen. Die Kontrollen sollen allerdings nur stichprobenartig ausfallen.

Aus diesem Grund lädt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit seinem österreichischen Kollegen Wolfgang Sobotka (ÖVP) gegen 13.30 Uhr zur Pressekonferenz. Zuvor möchte er sich an der Kontrollstelle Schwarzbach der Autobahn Salzburg-München (A8) ein Bild von der Zusammenarbeit zwischen der deutschen und österreichischen Polizei machen.

ADAC gibt Entwarnung: Keine unnötigen Staus

Zudem sollen auch die Grenzübergänge der Autobahn A3 bei Passau und der A93 in Kiefersfelden in Zukunft stärker kontrolliert werden. Das Pikante daran: In den nächsten Tagen kommt sicherlich ein starker Verkehr auf Deutschlands Straßen zu. Schließlich fahren viele Deutsche über die Weihnachtsfeiertage zu ihren Liebsten. Doch der ADAC gibt Entwarnung: Er geht davon aus, dass es durch die Kontrollen nicht mehr Stau geben wird.

Die Gemeinden in der Region sehen das allerdings anders - und zittern dafür umso mehr. Sie befürchten durch den Ausweichverkehr eine hohe Verkehrsbelastung. Und auch der österreichischen Regierung sind die Kontrollen ein Dorn im Auge.

Österreich ist aufgebracht - Kontrollen sollen Wirtschaft sabotieren

Sobotka sprach im Vorfeld sogar von einem "unfreundlichen Akt", da insbesondere in der Stadt Salzburg durch den Umgehungsverkehr viele Staus am Walserberg drohen. Zudem sei diese Maßnahme seiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Der Grund: Kurz vor dem Beginn der Skisaison würde als Folge der Kontrollen ein hoher wirtschaftlicher Schaden entstehen – für Salzburg wie auch das angrenzende Bayern. Außerdem rechne man momentan nicht mit einer nennenswerten Flüchtlingsbewegung.

Hilfreiche Infos zur Verkehrslage

Daher wäre es ratsam, dass Sie sich vor Ihrer Reise genauestens über die momentane Lage informieren. Hilfreich sind dabei die online veröffentlichten Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Aber auch über die Homepage des ADAC erfahren Sie etwaige Wartezeiten an den Grenzübergängen. Die Infos zur Lage in den betroffenen Ländern werden hier ständig aktualisiert. Schließlich gibt auch die österreichische Autobahngesellschaft Asfinag mögliche Wartezeiten an den Grenzübergängen auf ihrer Webseite an.

Deutschland kontrolliert wieder an den Grenzen

Stau an der deutsch-österreichischen Grenze. Bereits am Sonntagabend waren im Grenzgebiet zu Österreich Kontrollpunkte eingerichtet worden. Foto: Barbara Gindl
Stau an der deutsch-österreichischen Grenze. Bereits am Sonntagabend waren im Grenzgebiet zu Österreich Kontrollpunkte eingerichtet worden. Foto: Barbara Gindl © Barbara Gindl
In München sind unterdessen die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen gesprengt worden. Es gibt nicht genügend Notunterkünfte. Viele Flüchtlinge übernachten in der Bahnhofshalle. Foto: Sven Hoppe
In München sind unterdessen die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen gesprengt worden. Es gibt nicht genügend Notunterkünfte. Viele Flüchtlinge übernachten in der Bahnhofshalle. Foto: Sven Hoppe © Sven Hoppe
Flüchtlinge nach ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof. Foto: Sven Hoppe
Flüchtlinge nach ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof. Foto: Sven Hoppe © Sven Hoppe
Die Behörden in München bereiten sich darauf vor, die Olympiahalle als Übernachtungsstätte für Flüchtlinge herzurichten, da es an Notunterkünften fehlt. Foto: Sven Hoppe
Die Behörden in München bereiten sich darauf vor, die Olympiahalle als Übernachtungsstätte für Flüchtlinge herzurichten, da es an Notunterkünften fehlt. Foto: Sven Hoppe © Sven Hoppe
Eine Stadt im Ausnahmezustand: Ein Trachtler schaut am Hauptbahnhof München auf einen Bus voller Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge, die in der bayrischen Hauptstadt ankommen, wird nicht kleiner. Foto: Nicolas Armer
Eine Stadt im Ausnahmezustand: Ein Trachtler schaut am Hauptbahnhof München auf einen Bus voller Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge, die in der bayrischen Hauptstadt ankommen, wird nicht kleiner. Foto: Nicolas Armer © Nicolas Armer
Flüchtlinge verlassen eine Registrierungsstelle in Mazedonien. Sie machen sich auf den Weg zu Bussen, die sie nach Serbien bringen werden. Von dort versuchen die meisten über Ungarn nach Deutschland zu fliehen. Foto: Georgi Licovski
Flüchtlinge verlassen eine Registrierungsstelle in Mazedonien. Sie machen sich auf den Weg zu Bussen, die sie nach Serbien bringen werden. Von dort versuchen die meisten über Ungarn nach Deutschland zu fliehen. Foto: Georgi Licovski © Georgi Licovski
Ankommende Flüchtlinge werden am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) in einem Behandlungszelt von medizinischen Personal in Schutzanzügen behandelt. Foto: Philipp Schulze
Ankommende Flüchtlinge werden am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) in einem Behandlungszelt von medizinischen Personal in Schutzanzügen behandelt. Foto: Philipp Schulze © Philipp Schulze
Ungewisse Zukunft - Ein Flüchtlingskind blickt am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) aus einem ankommenden Zug. Foto: Philipp Schulze
Ungewisse Zukunft - Ein Flüchtlingskind blickt am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) aus einem ankommenden Zug. Foto: Philipp Schulze © Philipp Schulze
Erinnerung an Krieg und Zerstörung: Der neunjährige Mourad aus Syrien malt am Bahnhof von Uelzen mit Kreide ein Bild von seinem durch Bomben zerstörten Haus in Aleppo. Foto: Philipp Schulze
Erinnerung an Krieg und Zerstörung: Der neunjährige Mourad aus Syrien malt am Bahnhof von Uelzen mit Kreide ein Bild von seinem durch Bomben zerstörten Haus in Aleppo. Foto: Philipp Schulze © Philipp Schulze

Von Jasmin Pospiech

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