Taufpatin gesucht: Gib dem Schiff einen Namen!

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Entdecke den Seefahrer in Dir: Wir suchen eine Kinder-Taufpatin für das Modell der Aidasol im Deutschen Museum in München.

Im Deutschen Museum in München geht in wenigen Wochen ein neues Schiff vor Anker: die Aidasol, als Modell im Maßstab 1:100. Damit alles seemännisch korrekt abläuft...

...muss auch dieser kleine Kreuzfahrtdampfer natürlich getauft werden – dafür suchen wir ein Mädchen als Taufpatin.

Seefahrer sind mindestens vorsichtig, meist sogar abergläubisch. Und ein Grundsatz der Seefahrer heißt: Ein ungetauftes Schiff bringt Unglück. Sie verweisen gegenüber Ungläubigen, die den Sinn dieser Prozedur anzweifeln, dann schnell auf das tragische Schicksal der Titanic, die bekanntlich nie eine Taufe erfuhr (weil die Reederei dies für einen veralteten Brauch hielt) und dann auf ihrer Jungfernfahrt unterging.

Keine Frage also, dass heutzutage jedes ordentliche Schiff anständig getauft wird. Viele Reedereien machen aus der Zeremonie ein großes Fest – so geschehen auch bei der Aidasol, die am 9. April 2011 in Kiel getauft wurde. Seither ist das Schiff mit dem charakteristischen knallroten Kussmund am Bug ständig in Nord- und Ostsee unterwegs.

Das Modell: Die Aidasol im Deutschen Museum ist 2,70 Meter lang, 53 Zentimeter breit, hat eine Höhe von 75 Zentimetern und wiegt 300 Kilogramm.

Nicht ganz so groß wird die Taufzeremonie für das Modell der Aidasol, das am 3. August im Deutschen Museum in München aufgestellt wird. Da der Nachbau ungefähr hundert Mal kleiner als das Original ist, braucht’s keinen solchen Riesenaufwand. Aber was wir unbedingt brauchen, ist eine Taufpatin. Kleines Schiff heißt kleine Patin. Wir suchen also ein Mädchen im Alter zwischen etwa acht und zwölf Jahren, das der Münchner Aidasol offiziell zu ihrem Namen verhilft. Alles zur Bewerbung steht im Kasten rechts.

Das Original Die Aidasol auf dem Meer ist 212 Meter lang, 32,20 Meter breit, 58,20 Meter hoch und hat 1097 Passagierkabinen, Gewicht: 71.100 BRT.

Warum ein Mädchen? Auch das hat seinen Grund im Aberglauben der Seefahrer, die Frauen nie an Bord haben wollten, weil das Unglück bringe. Dass mit der Taufe die Meeresgötter gut gestimmt werden könnten, diese Aufgabe traute man den Frauen aber dann doch eher zu als den Männern. Der ansonsten obligatorische Wurf mit der Champagnerflasche, die an der Bordwand zerschellen muss, entfällt wegen der Größe des Modells. Für kleinere Boote sieht die Seefahrer-Etikette vor, dass man es lediglich mit der Flüssigkeit beträufelt.

Das Modell der Aidasol wird im Erdgeschoss des Deutschen Museums im Bereich Schifffahrt stehen. Es zeigt dann als derzeit neueste Errungenschaft in der „Entwicklungsreihe der Schifffahrt“ den aktuellen Stand der Dinge bei der Kreuzfahrt.

Damit unsere Taufpatin auch einmal das Original erleben kann, darf sie vom 5. bis 9. September 2011 zusammen mit ihrer Familie in Warnemünde an Bord der Aidasol gehen und eine Kreuzfahrt nach Kopenhagen und Oslo machen.

Volker Pfau

So werdet ihr Taufpatin

Die Taufe findet am 3. August 2011 im Deutschen Museum in München statt. Und so könnt ihr euch für diese tolle Aufgabe bewerben: Schreibt uns in einigen Sätzen, warum ihr gerne Taufpatin der Aidasol werden wollt und wie ihr euch auf den wichtigen Job vorbereiten würdet. Legt dazu bitte auch ein Foto von euch bei und vergesst nicht, euer Alter anzugeben, den genauen Absender, eine Telefonnummer, unter der ihr tagsüber zu erreichen seid (die Gewinnerin wird telefonisch benachrichtigt) und wen ihr im September auf die echte Kreuzfahrt mitnehmen wollt, wenn ihr als Taufpatin ausgewählt werdet.

Den Brief mit allem drum und dran schickt ihr bis spätestens Donnerstag, 21. Juli 2011, an
tz/Münchner Merkur Reiseredaktion 81027 München

Als Belohnung darf die Taufpatin mitsamt Familie auch noch auf die große Aidasol: Vom 5. bis 9. September 2011 ist für die Kurzreise von Warnemünde nach Oslo und Kopenhagen und zurück nach Warnemünde eine Außenkabine für zwei Erwachsene und zwei Kinder gebucht. Die Anreise mit der Bahn und die Verpflegung an Bord (Vollpension und Getränke) sowie Trinkgelder sind ebenfalls in diesem Preis enthalten.

Achtung: Die Reise ist zu diesem Termin fest gebucht und kann nicht verschoben werden! Ihr und eure Eltern müssen da also Zeit haben bzw. Urlaub nehmen können.

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