Die Insel in der dänischen Südsee hat auch im Herbst viel zu bieten

Mit allen Sinnen Als

Die Ruhe genießen: Der lange Strand von Skovmose lädt zu langen Spaziergängen ein. Fotos: Biedenbach

Durchatmen. Den Blick gen Horizont gerichtet, stehen wir am Strand. Wir hören nur das laute Grollen der Wellen, die sich an Bergen aus Algen brechen. Sonst ist es still. Der salzige Wind lässt die Heidegräser auf dem Sand tanzen. Wir graben unsere Hände noch etwas tiefer in die Taschen unserer Windjacken. Angekommen. Im Herbst auf der dänischen Insel Als.

Wer beschließt, im Herbst nach Dänemark zu reisen, sollte sich auf ungläubige Blicke und hochgezogene Augenbrauen einstellen. Denn viele glauben, Dänemark sei nur etwas für den Sommer. Doch die dänische Südsee, wie die Insulaner auf Als, Fyn und Ærø gerne ihren Teil der Ostsee bezeichnen, hat auch in der kühlen Jahreszeit einiges zu bieten. Vor allem für diejenigen, die sich einfach mal ausruhen möchten.

Ein Spaziergang am Strand

Bei einem langen Spaziergang am teils feinsandigen, teils steinigen Strand zwischen Skovby und Lysabild geht das besonders gut. Die Mütze tief in die Stirn gezogen, um sich gegen den rauen Wind zu schützen, kann man sich ganz auf sich konzentrieren. Einzig die Augen sammeln fleißig Eindrücke – ein einsturzgefährdeter Steg kämpft gegen die Wellen, Möwen warten auf Holzpfählen, zwischen denen Fischer ihre Netze gespannt haben, darauf, dass sich Fische darin verfangen und sieben riesige Windräder produzieren grünen Strom auf Hochtouren. Am Ende des Weges steht ein Leuchtturm, der den Seeleuten den Weg weist und Wanderer dazu zwingt umzukehren.

Mit der Fähre nach Fyn

Im nahe gelegenen Mommark soll eine Fähre nach Ærø fahren. Vor Ort stellt sich heraus, dass diese schon seit dem Jahr 2009 nicht mehr dort, sondern in Fynshav ablegt – genauso wie die Fähre nach Fyn. Beide Inseln sind einen Besuch wert.

Während die kleine Insel Ærø zu einer Umrundung per pedes einlädt, erkundet man Fyn am besten mit dem Auto. Denn von Bøjden, der Anlagestelle, bis nach Odense, der drittgrößten Stadt Dänemarks, fährt man gerade einmal eine Dreiviertelstunde. Zeit, die es sich zu investieren lohnt. Denn beim Bummel durch das wunderschöne Odense kommt man nicht nur am Hans-Christian Andersen-Haus vorbei sondern kann auch in einem der schönen Cafés in aller Ruhe einen duftenden Kaffee genießen.

Bummel durch Sønderborg

Das geht auch gut im beschaulichen Sønderborg. Die größte Stadt der Insel Als ist mit seinen farbenfrohen Häusern und dem majestätischen Schloss mit Blick auf den Hafen und die Altstadt einen ausgedehnten Ausflug wert. Während die Altstadt auf der Insel liegt, gehört der westliche Teil zur Kimbrischen Halbinsel.

Dazwischen verläuft der 250 Meter breite Als Sund, der nach Süden hin in die zur Flensburger Förde gehörende Sønderborg Bugt mündet. Schauen und staunen heißt es dort, denn die Segelboote verlassen im Minutentakt den Hafen.

Abschalten. Im Ferienhaus genießen wir bei geschlossenen Augen die entspannende Massage im Whirlpool. Der Duft von heißer Schokolade liegt in der Luft und im Wohnzimmer knistert das Holz im Kamin. Und wenn wir ganz, ganz leise sind, können wir sogar das Meer hören.

Von Eva-Maria Biedenbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.