Erste Schwünge in der Wildschönau

Ein Anfänger im Skijuwel

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Vor der großen Abfahrt: Redakteurin Eva-Maria Biedenbach und Skilehrer Herbert Naschberger von der Happy Skischule schauen sich auf dem großen Pistentableau an, welcher Ziehweg sie vom Schatzberg hinunter ins Tal führen wird.

Schnell greife ich mir den Tellerbügel, klemme ihn zwischen die Oberschenkel und bringe meine Skier in Position. Erst ruckartig, dann ganz gleichmäßig befördert mich der Schlepplift den Übungshügel hinauf.

Die Sonne blinzelt hinter den Bergen hervor. Ich atme tief durch und schließe für einen Moment meine Augen. Ein großer Fehler wie ich schnell feststelle: meine Skier verhaken sich, ich komme ins straucheln und schon liege ich hilflos im Schnee.

Na toll: Ich bin aus dem Tellerlift gefallen. Für meinen Skilehrer Herbert scheinbar kein ungewohnter Anblick bei einer Anfängerin wie mir. Lächelnd reicht er mir die Hand und hilft mir aufzustehen. Dann starten wir eben von hier.

Rauf geht’s: Der Riedmannlift bringt Anfänger sicher auf den Übungshügel – wenn sie nicht zwischendurch die Augen schließen und aus dem Lift purzeln.

Der Riedmannlift im österreichischen Oberau bringt uns auf eine Skipiste, die für Anfänger wie geschaffen ist – sie bietet viel Platz, ein leichtes Gefälle und einen langen Auslauf. Wer im Hotel Tirolerhof übernachtet, hat zudem den Vorteil, direkt aus dem Skiraum auf die Piste stiefeln zu können. Deshalb geht’s auch gleich rauf auf die Übungspiste und per Pflug wieder runter. Georg, der Liftwart, reicht mir diese Mal den Bügel an – scheinbar hat er meinen eleganten Sturz mitverfolgt.

„Jetzt probieren wir den Schwung: Aufmachen, Druck auf den Talski, Bergschulter und Bergski zeigen nach vorne und weiter geht’s“, ruft mir Herbert über die Schulter zu und ich versuche in seiner Spur zu bleiben. Dafür, dass ich mit 31 Jahren zum ersten Mal Ski fahre geht es recht gut und auch Herbert ist zufrieden mit mir: „Wenn du so weiter machst, können wir morgen früh schon rauf auf den Schatzberg.“ Nervös blicke ich über unser Hotel hinweg zu dem 1903 Meter hohen Berg, der einer der höheren ist, in den Kitzbüheler Alpen.

Herbert hat mithilfe unserer Stöcke einen Slalomparcours aufgestellt und fährt vor. „Du drehst dich noch zu viel mit – die Bergschulter muss immer weg vom Berg zeigen – das nennt man alpine Grundposition, schau wie Andreas es macht“, erklärt Herbert. Natürlich! Mein Freund, der Widereinsteiger, schwingt schon elegant den Berg hinunter, während ich versuche mich auf den Skiern zu halten. Am Ende des Tages bin ich trotzdem schon so sicher, dass wir am nächsten Morgen den Skibus nach Auffach nehmen.

Rauf auf den Schatzberg

Mit der Gondel geht es hinauf auf den Schatzberg ins Skijuwel Wildschönau/Alpbachtal, dass Skifahrern 145 Kilometer Skipiste in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden bietet und mit zahlreichen Jausenstationen zum Après-Ski oder dem kleinen Snack zwischendurch lockt. Der Ausblick ist atemberaubend. Skifahrer und Snowboarder warten nicht lange und fahren ab, ins Alpbachtal oder zurück nach Auffach. Wir nehmen den Ziehweg, der uns am Berg entlang führt. Halb im Pflug, halb im Schuss geht es bergab, in Richtung des nächsten Sessellifts. Immer wieder halten wir inne und genießen die Aussicht.

Winterspaß im Skijuwel

Winterspaß im Skijuwel

Obwohl am Hang bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein richtig was los ist, umgibt uns eine Ruhe, die wohl nur schneebedeckte Gipfel ausstrahlen können. „Komm, bleib nicht so lang stehen, wir wollen weiter“, reißt mich Herbert aus meinen Gedanken. Langsam setze ich mich wieder in Bewegung. Mein Muskelkater ist von einem anderen Stern, aber eine weitere Abfahrt lasse ich mir nicht entgehen. Also reihe ich mich ein und warte, dass mich der Sessellift wieder mit hinauf nimmt – ins wunderschöne Skijuwel.

Weitere Informationen

Anreise:  Von Kassel aus mit dem PKW über die A7 in Richtung München in ca. 6 Stunden nach Oberau in der Wildschönau.

Unterkunft:  Hotel Tirolerhof in Oberau. Angebot „Anfänger-Skikurs für Erwachsene, 7 Tage HP im DZ, inkl. 6 Tage Skischule, 6 Tage Skipass Alpbachtal-Wildschönau sowie 6 Tage Skiausrüstung ab 810 Euro pro Person. T 00 43/ 53 39 /8 11 80, www.hoteltirolerhof.at

Skischule und -verleih: 

 Skiverleih Margreiter in Oberau, T 00 43 / 53 39 / 83 83, www.ski.margreiter.at;

Happy Skischule in Oberau, T 00 43 / 53 39 / 23 23, www.happy-skischule.at

Essen:  Gasthof Kellerwirt in Oberau, Traditionelle österreichische Gaumenfreuden vom Schweinbraten mit Semmelknödeln bis zum Pallatschinken. T 00 43 / 53 39 / 81 16, www.kellerwirt.com

Allgemein: Tourismusverband Wildschönau, A-6311 Wildschönau 337 - Tirol, T 00 43 / 53 39 / 8 25 50, www.wildschoenau.com,
www.skijuwel.com,

Service Immer mobil mit der Wildschönau-Card

Mit der Wildschönau-Card können Gäste ihren Urlaub im Skijuwel in vollen Zügen genießen. Denn die Gäste Erlebnis-Card bietet viele Inklusivleistungen sowie Rabatte bei ausgewählten Partnern. So können Besitzer kostenlos den Skibus und den Nightliner zwischen Niederau und Auffach nutzen. Eine Schneeschuhwanderung, der Verleih von Schneeschuhen sowie der Eintritt ins Bergbauernmuseum sind ebenfalls inklusive. Im Sommer kann man mit der Karte sogar alle Bergbahnen, das Freibad Wildschönau und den Tennisplatz in Oberau kostenlos nutzen.

Von Eva-Maria Biedenbach

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